Informieren
Um herauszubekommen, welche Art von Beruf Sie überhaupt interessiert, ist es sinnvoll,
sich zunächst einmal über Ihre Interessen, Talente, Eigenschaften und Fähigkeiten
klar zu werden. Anhand einer Liste
können Sie diese überprüfen und daraufhin einen für Sie passenden Ausbildungsberuf
wählen. Machen Sie sich mit den Anforderungen, Vor- und Nachteilen vertraut.
Vorbereitung der Bewerbung
Die schriftliche Bewerbung sollte Aufmerksamkeit erregen. Notwendige Unterlagen
sind das Anschreiben, der Lebenslauf, die Zeugnisse.
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1. |
Anschreiben
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Die Einleitung sollte interessant
und individuell wirken. |
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Den Berufswunsch sollte
man mit einer genauen und schlüssigen Begründung angeben. |
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Angaben zu Alter, Schulzeit
und dem nächstmöglichen Eintrittsdatum dürfen nicht fehlen. |
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Fähigkeiten, Erfahrungen,
Talente (Hobbys, Schulfächer etc.), die einen für den Beruf qualifizieren, sollten
genannt werden. |
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Eine Abschlussformulierung
darf nicht fehlen. |
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Als Grußformel am unkompliziertesten:
"Mit freundlichen Grüßen". |
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Man soll beim Ansprechpartner
das Gefühl wecken, einen kennen lernen zu wollen
Eine Checkliste mit Beispielen finden Sie hier.
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2. |
Lebenslauf
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Wichtige Informationen
und Daten auf einen Blick. |
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Eine Seite genügt, am besten
tabellarisch, am PC geschrieben (handschriftlich nur auf ausdrücklichen Wunsch!).
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Ansprechendes Foto, etwa
5,5 auf 4 cm groß, am besten von einem professionellen Fotografen (der 1. Eindruck
zählt!!!). |
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Eine Checkliste mit Beispielen
finden Sie hier.
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3. |
Zeugnisse
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Gute Kopien von allen relevanten
Zeugnissen (Schule, Praktika etc.) |
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Das aktuellste Zeugnis
kommt an oberster Stelle. |
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Werden nicht ausdrücklich
Auszubildende gesucht, empfiehlt es sich, bei der gewünschten Ausbildungsstätte
vorher nachzufragen, ob überhaupt Ausbildungsplätze vorhanden sind. Das hat mehrere
Vorteile - es zeigt, dass man sich für den entsprechenden Betrieb interessiert
und man erfährt auch den Namen des möglichen Ansprechpartners.
Nachbereitung der Bewerbung
Um den Überblick über die verschiedenen Bewerbungen nicht zu verlieren, empfiehlt
es sich, einen speziellen Bewerbungsordner anzulegen, in dem sich Kopien von den
verschickten Dokumenten befinden. Auf einer Übersicht kann man außerdem vermerken,
wann man die Unterlagen losgeschickt hat. Sollte man etwa drei bis vier Wochen
lang nichts hören (z.B. eine Eingangsbestätigung), sollte man anrufen und nachfragen,
ob die Bewerbung angekommen ist. Dabei sollte man allerdings einen ungeduldigen
Tonfall o.ä. vermeiden.
Einladung zum Gespräch
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1. |
Vorbereitung
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Vor dem Gespräch sollte
man sich ein paar Tage Zeit nehmen für eine gründliche
Vorbereitung. Besonders sollte man natürlich Bescheid wissen über den Beruf,
evtl. Entstehung, Entwicklung, Aufgaben, Tätigkeiten, Vor- und Nachteile, ebenso
sollte man auch über die Firma Bescheid wissen. Informationen darüber erhält man
von der PR-Abteilung des Unternehmens, über die IHK oder auch Fachzeitschriften.
Man kann als Bewerber mit unterschiedlichen Methoden auf eine Eignung als Auszubildender
getestet werden. Auf diese Möglichkeiten sollte man sich gründlich vorbereiten,
um alles gelassen hinter sich bringen zu können.
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Einstellungstest:
Deutschkenntnisse, Mathematikkenntnisse, Allgemeinwissen, Logik, Intelligenz und
Konzentrationsfähigkeit werden hier im Allgemeinen getestet. Es kommt hierbei
nicht unbedingt darauf an, die gestellten Aufgaben (perfekt) zu lösen, sondern
auf das Verhalten während einer Stresssituation. Auf diese Art von Test kann man
sich mit entsprechender Literatur und Übungen vorbereiten. |
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Persönlichkeitstest:
Hierbei sollte man sich Gedanken darüber machen, welche Eigenschaften
im Sinne des Arbeitgebers liegen könnten und diese auch ankreuzen (aber natürlich
nur, wenn sie der eigenen Person nicht vollkommen fremd sind...) |
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2. |
Verlauf
des Gesprächs*
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Begrüßung und Einleitung |
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Hintergründe zur Bewerbung
und zur Berufswahl |
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Schulausbildung |
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Persönlicher, familiärer,
sozialer Hintergrund |
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Gesundheitszustand |
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Test- und Prüfungsfragen |
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Informationen für den Bewerber |
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Fragen des Bewerbers |
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Abschluss des Gesprächs
und Verabschiedung |
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Das Gespräch muss natürlich
nicht immer nach diesem Muster ablaufen. Auch andere Abläufe sind denkbar:
- Gruppenvorstellungsgespräch:
Hierbei kommt es auf den sozialen Umgang miteinander an. Man sollte sich hierbei
weder in den Vordergrund spielen noch vollkommen still dasitzen. Der erste oder
der letzte in der Runde zu sein, ist wegen der starken bzw. dann der schwachen
Aufmerksamkeit nicht einfach. Ein origineller Satz dazu macht einen positiven
Eindruck.
- Gruppendiskussion:
Die soziale Kompetenz sowie das sprachliche Ausdrucksvermögen werden hier getestet.
Die tatsächlichen Argumente/die Position sind hierbei (normalerweise!) zweitrangig.
Tipps für die Gruppendiskussion*:
- Sehen Sie den Sprecher
an
- Zeigen Sie, dass Sie die
Diskussion aufmerksam verfolgen.
- Zeigen Sie keine Nervosität
oder heftige Emotionen.
- Engagieren Sie sich in
der Diskussion.
- Sprechen Sie ruhig und
freundlich.
- Argumentieren Sie sachlich.
- Gehen Sie auf die Argumente
der anderen ein.
- Werden Sie nicht sarkastisch
oder ironisch.
- Loben Sie die gestellten
Fragen.
- Stellen Sie eine eigene
Meinung zur Diskussion.
- Bei kritischen Situationen
sollten Sie ruhig bleiben. Widerlegen Sie den Angriff bzw. gehen Sie konstruktiv
damit um, kontern Sie sachlich und fühlen Sie sich nicht angegriffen (auch wenn
der andere das womöglich bezwecken möchte!).
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Kurzvortrag:
Es wird Ihnen ein Thema gestellt, zu dem Sie einen kurzen Vortrag (5 bis 15 Minuten)
halten sollen. Sie haben Zeit, um den Vortrag vorzubereiten. Hierbei wird auf
Sprachgestaltung, Form, Ausdruck und Sicherheit des Sprechers geachtet. Ein Vortrag
lässt sich gut zu Hause (am besten vor Publikum zwecks Verbesserungsvorschlägen)
üben.
Mögliche Fragen während des Gesprächs*:
- Warum bewerben Sie sich
bei uns/für diese Ausbildung?
- Wie sind Sie auf diesen
Beruf gekommen?
- Kennen Sie die Vor- und
Nachteile dieses Berufs (und wie gehen Sie damit um)?
- Fragen zum aktuellen Tagesgeschehen,
Allgemeinbildung, berufsbezogene Fragen
Eigene Fragen*:
Es macht einen guten Eindruck, wenn der Bewerber selbst Fragen stellen kann; das
zeigt, dass er sich interessiert und weitergedacht hat.
Beispiele:
- Wie ist die Ausbildung
geplant und organisiert?
- Wie sieht der Ausbildungsplatz
aus?
- In welchen Abteilungen
findet die Ausbildung statt?
- Lernt man den kompletten
Betrieb während der Ausbildung kennen?
- Wie viele Mitarbeiter
hat das Unternehmen?
- Wie viele Azubis werden
gewöhnlich übernommen?
- Bis wann ist mit einer
Entscheidung zu rechnen?
Download:
Allgemeine Tipps
Eigenschaften
Lebenslauf
Anschreiben
Gesprächssituationen
*Die Beispiele und Formulierungsvorschläge
wurden alle der Broschüre "Erfolgreich bewerben. Ein praktischer Ratgeber für
die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz" entnommen. Auch die Downloads basieren
auf dieser Broschüre.
Ausführliche Informationen finden Sie in der Broschüre:
Jürgen Hesse/Hans Christian Schrader, Erfolgreich bewerben. Ein praktischer Ratgeber
für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz, DSV, Stuttgart 2003
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