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Konjunktur
Rezession geringer als 2009
Die führenden Forschungsinstitute erwarten für Deutschland in diesem Jahr einen geringeren Konjunktureinbruch als zum Höhepunkt der Finanzkrise.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde voraussichtlich nicht ganz so stark schrumpfen wie 2009 mit damals 5,7 Prozent, sagten mit dem Herbstgutachten vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Institute rechnen demnach mit einem Rückgang von rund 5,5 Prozent, es dürfte auf minus 5,4 Prozent hinauslaufen. Die genaue Zahl wird in der Gemeinschaftsdiagnose für die Bundesregierung vorgestellt. Für 2021 erwarten die Institute aber wieder eine deutliche Konjunkturbelebung. Diese solle aber geringer ausfallen als der Einbruch 2020.

Fünf Forschungsinstitute steuern Zahlen zum Herbstgutachten bei

In ihrem Frühjahrsgutachten vom April hatten die Forscher für dieses Jahr noch eine Rezession von 4,2 Prozent veranschlagt und für 2021 ein Wachstum von 5,8 Prozent prognostiziert. Die aktuelle Schätzung der Bundesregierung sieht einen Einbruch der Wirtschaftsleistung von 5,8 Prozent für 2020 vor.

Die Gemeinschaftsdiagnose dient der Regierung als Basis für ihre eigenen Projektionen, die wiederum die Grundlage für die Steuerschätzung bilden. Erarbeitet wird das Gutachten vom DIW in Berlin, vom Ifo-Institut in München, vom Kieler IfW, vom IWH in Halle und vom RWI in Essen. (rtr)

13. Oktober 2020