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RSGV / Mentoring
„Ran an die Karriere“
Der Rheinische Sparkassen- und Giroverband hat die dritte Staffel seines Cross-Mentoring-Programms zur Frauenförderung ins Rennen geschickt.

Nun war er endlich da, der Tag, auf den die Mentees des Cross-Mentoring-Programms der rheinischen Sparkassen so lange gewartet hatten – und das galt für die Damen der zweiten und der dritten Runde gleichermaßen. Denn Ende Februar wurde die zweite Runde offiziell verabschiedet, wodurch nun die Aufnahme in den Kreis der Alumnis auf sie wartete. Für die neuen Mentees der dritten Runde bedeutete dies: Der lang ersehnte Startschuss in ihr besonderes Tandem-Jahr war endlich gefallen.

In großem digitalem Kreis folgten neben den Mentees auch die Mentorinnen und Mentoren sowie die Koordinierenden in den Sparkassen dem Abschluss und gleichzeitigen Auftakt zweier Cross-Mentoring-Runden. Ein Novum, fallen beide Termine eigentlich nicht in denselben Zeitraum. Moderiert von Ina Begale und Margareta Rieck aus „ihrem“ coronakonformen Tagesstudio im van der Valk-Hotel in Düsseldorf, wechselten sich die Gäste in kurzen digitalen Auftritten und Zuschaltungen ab – mal live, mal via vorab aufgezeichneter Videobotschaft.

„Der Weg und die Richtung stimmen“

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, sprach in ihrem Grußwort von einem „echten Erfolgsmodell“.

Den Anfang machte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, die als Schirmherrin des Programms ein Grußwort an alle Beteiligten schickte. Darin dankte sie dem RSGV für die Organisation des Programms zur Frauenförderung. Es sei etwas in Bewegung gekommen: „Der Weg und die Richtung stimmen.“ Den Mentorinnen und Mentoren dankte die Ministerin für ihr Engagement: „Mit der Bereitschaft, Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen zu teilen, tragen Sie aktiv zu einer neuen Führungskultur bei. Ein echtes Erfolgsmodell!“

Den Mentees rief sie zu: „Natürlich knüpfen sich Netzwerke in guten Zeiten einfacher, und in schwierigen Zeiten sieht man, ob sie tragen. Netzwerken zu können, ist im Berufsleben eine wichtige Fähigkeit, die wir Frauen vergleichsweise spät entdeckt haben, aber wir können es genauso. Denn Fäden zu spinnen und daraus ein Netzwerk zu bauen, das trägt, ist oftmals eine entscheidende Voraussetzung im Berufsleben. Und natürlich brauchen wir auch mehr Frauen, die Lust darauf haben, diese Führungspositionen zu übernehmen, die Verantwortung zu übernehmen, die nicht nur entscheidungsfreudig sind, sondern ihre Anliegen auch selbstbewusst zu Gehör bringen.“

Damit setzte Scharrenbach den Ton für die gesamte Veranstaltung. Denn, so zeigte sich bei den folgenden Rednerinnen und Rednern, diesen Punkt konnten alle ausnahmslos unterstreichen. Laut Karin-Brigitte Göbel, Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Düsseldorf, sei für kompetente Frauen immer ein Platz frei. Es komme darauf an, dass man sich von den Besten ein Vorbild nehme, lautete einer der Tipps in ihren Ausführungen zu „Frauen in der Sparkassen-Finanzgruppe“.

Alle Erwartungen übertroffen

Ina Begale, eine der Initiatorinnen des Programms und Moderatorinnen der Veranstaltung, sprach mit Gunther Wölfges, Vorstandschef der Stadtsparkasse Wuppertal, über seine Erfahrungen als Mentor.

In weiteren kurzen Beiträgen folgten Berichte zu Erfahrungen der gemeinsamen Zeit, sowohl von Mentorenseite als auch aus Sicht einer Mentee. Udo Becker, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Euskirchen, wusste zu berichten, dass in diesem Programm von Anfang an nur Mentees und  Mentor*innen dabei gewesen seien, die richtig Lust hätten auf die gemeinsame Zeit. „Ran an die Karriere“, so sein motivierender Aufruf. Auch Gunther Wölfges, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Wuppertal, bestätigte, dass er und seine Mentee Alexandra Eibrink eine äußerst vertrauensvolle Zusammenarbeit direkt vom ersten Treffen an gepflegt hätten – einer der zentralen Bausteine für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Anja Bürschgens, Kreissparkasse Heinsberg, gab als Botschafterin der nun vergangenen Runde den Nachfolgerinnen mit auf den Weg: „Freuen Sie sich auf das, was da kommt!“ All ihre Erwartungen seien übertroffen worden. Damit gab sie auch eine direkte Antwort auf RSGV-Geschäftsführer Thomas Pennartz. Dieser hatte den „alten“ Jahrgang verabschiedet, nachdem er die Runde vor anderthalb Jahren auch eröffnet hatte. Dabei hatte er seine Hoffnung geäußert, dass die Erwartungen erfüllt worden seien und somit (ganz der Bankkaufmann) eine Rendite für alle Mentees – und damit auch die Institute – verbucht werden könne.   

Startschuss Nummer drei

So war es abschließend an RSGV-Präsident Michael Breuer, die dritte Runde zu eröffnen. Er betonte noch einmal die Wichtigkeit dieses Programms zur Frauenförderung; hätten die letzten Zahlen wenig überraschend gezeigt, dass es noch Luft nach oben gebe beim Thema „Frauen in Führungspositionen“ in den (rheinischen) Sparkassen. Mit Stolz könne er aber sagen: „Es funktioniert!“ Einige der beteiligten Frauen hätten nach der Teilnahme bereits Karriereschritte gemacht, die ohne das Programm nicht erfolgt wären.

Margareta Rieck, ebenfalls Initiatorin des Programms, moderierte gemeinsam mit Ina Begale aus einem Hotel in Düsseldorf, Gäste wechselten sich in kurzen digitalen Auftritten und Zuschaltungen ab – mal live, mal via vorab aufgezeichneter Videobotschaft.

Dass die Zahlen zu Frauen an der Spitze für deutsche Unternehmen im Allgemeinen leider noch immer wenig erfreulich seien, konnte Monika Schulz-Strelow in ihrem Impulsvortrag nur bestätigen. Die Mitbegründerin und Präsidentin der Initiative FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte) konnte von einem Frauenanteil von 11,5 Prozent in deutschen Vorstandsetagen und 35,2 Prozent in den Aufsichtsräten berichten.

Darum forderte sie in Richtung aller anwesenden Entscheiderinnen und Entscheider: Letztlich müssten Frauen nicht nur gefördert, sondern auch befördert werden. Sie formulierte aber auch einen Appell an die ambitionierten Damen: Nur, wenn diese klar in dem seien, was sie wollen, dies deutlich formulieren und eindeutige Forderungen stellen, gehe es weiter. Oder, um es anders zu sagen: „Der Karriereleiter ist es egal, wer an ihr hochklettert – uns nicht. Denn das wollen wir sehen am Ende des Tages: Alle guten Frauen in der ersten Reihe!“

Hintergrund: Das Cross-Mentoring-Programm der rheinischen Sparkassen wurde im Jahr 2017 durch den Rheinischen Sparkassen- und Giroverband als ein Instrument im Rahmen der Frauenförderung initiiert. Die Ende Februar gestartete Runde ist bereits die dritte Durchführung des erfolgreichen Programms. Weitere Informationen dazu sowie weitere interessant Beiträge rund um das Thema Frauenförderung finden Sie auf dem Blog sieistsparkasse.de

Annika Geister, RSGV
– 8. März 2021