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Weiterbildung
Guter Lernerfolg trotz Coronasemester
An der Hochschule für Finanzwirtschaft & Management in Bonn ist die Online-Umstellung des Studienbetriebs weitgehend reibungslos und zur Zufriedenheit der Studierenden gelungen, auch dank einer Lernplattform und vielfältiger Erfahrungen in der Fernstudienlehre. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

Viele Hochschulen in Deutschland hat die Coronapandemie im Frühjahr kalt erwischt. Präsenzveranstaltungen mussten kurzfristig abgesagt und Bibliotheken geschlossen werden. Konzepte für digitales Lernen waren plötzlich gefragt. Auch an der Hochschule für Finanzwirtschaft & Management, vormals Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe, war schnelles Handeln gefordert.

Dass die Umstellung des gesamten Studienbetriebs auf Online-Lehre an der Bonner Hochschule vergleichsweise reibungslos und zur Zufriedenheit der Studis funktioniert hat – nicht zuletzt dank jahrelanger Erfahrungen mit Fernstudiengängen – zeigt eine aktuelle Studierendenbefragung zu den digitalen Lehrangeboten im Sommersemester. 

An der Umfrage nahm rund ein Drittel der Bachelor- und Master-Studierenden teil. Die Teilnehmer waren aufgefordert, ihre Erfahrungen mit den Online-Lernangeboten zu bewerten und ihre Bedürfnisse für ein erfolgreiches Studieren im digitalen Lehrbetrieb aufzuzeigen.

An der Umfrage der Bonner Hochschule für Finanzwirtschaft & Management nahm rund ein Drittel der Bachelor- und Master-Studierenden teil.

Die meisten Studis kommen mit digitalen Lernformaten gut zurecht

Fast 60 Prozent der Studierenden an der Hochschule für Finanzwirtschaft & Management beurteilten ihren Lernerfolg im zurückliegenden Sommersemester als gleichwertig oder besser als im vorherigen Semester. Die Mehrheit hält die von der Hochschule eingesetzte digitale Lern- und Betreuungsplattform für ein geeignetes Medium. Besonders hilfreich finden die Befragten Online-Vorlesungen mit Aufzeichnungen und Videos als Lernformate.

Der fehlende direkte Austausch mit Kommilitonen wird als herausfordernd empfunden. Zudem erschwerte die didaktisch sinnvolle Aufteilung von ganztägigen Präsenzveranstaltungen in zeitlich aufgeteilte kleinere digitale Lehreinheiten teilweise die terminliche Vereinbarkeit mit der beruflichen Tätigkeit. Allerdings bestätigte der überwiegende Teil der Befragten, sich bei kürzeren Vorlesungsfrequenzen am besten konzentrieren zu können.

Die Studis an der Bonner Hochschule – hier in der Bibliothek – zeigen sich zufrieden mit ihrem Lernerfolg nach der Umstellung des Studienbetriebs auf Online-Lehre.

Viele möchten auf Präsenzveranstaltungen nicht verzichten

Ein weiteres wichtiges Ergebnis ist, dass die Online-Lehre aus Sicht der Studierenden kein vollumfänglicher Ersatz für Präsenzveranstaltungen ist – trotz der Vorteile von Online-Angeboten für ein berufsbegleitendes Studium.

75 Prozent der Teilnehmer wünschen für sich die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen während ihrer weiteren Studienzeit. Diesem Wunsch kommt die Hochschule im laufenden Semester nach mit dem Angebot einer ausgewogenen Kombination von Online- und Präsenzveranstaltungen, bei deren Planung die Ergebnisse der Befragung einfließen.

Seminar in Bonn. Obwohl die meisten ihr Studium berufsbegleitend absolvieren, möchten sie auf Präsenzveranstaltungen nicht verzichten.

Digitale Lernplattform bewährt sich unter Krisenbedingungen

Nicht erst seit der Coronakrise ist die Lern- und Betreuungsplattform der Hochschule für Finanzwirtschaft & Management Dreh- und Angelpunkt für das ausbildungs- und berufsbegleitende Studium. Die Plattform umfasst ein breites Angebot an digitalen Lernangeboten bis zu virtuellen Klassenzimmern.

Auf dieser Basis und dank des engagierten Einsatzes aller Lehrkräfte konnten während des vergangenen halben Jahrs schnell die notwendigen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen geschaffen werden, um den Lehrbetrieb mit einem breit gefächerten E-Learning-Angebot weiterhin sicherzustellen.

Auch mündliche Prüfungen und Kolloquien wurden zu einem Großteil online abgewickelt. Auf die Umsetzung eines Konzepts zur Digitalisierung von schriftlichen Prüfungen konnte die Hochschule vorerst verzichten, weil im Sommer die Durchführung von Klausuren unter angemessenen Sicherheitsvorkehrungen vor Ort in den dezentralen Studienzentren möglich war.

12. Oktober 2020