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Wissenschaftsförderung
Erweitertes Förderspektrum
Die Sparkassen-Finanzgruppe fördert über die neu gegründete Stiftung für die Wissenschaft jetzt auch Forschungsthemen wie Digitalisierung.

Seit Juli 2020 führt die Stiftung für die Wissenschaft alle Förderaktivitäten des Vereins Wissenschaftsförderung weiter.

Der Verein Wissenschaftsförderung hatte die Stiftung für die Wissenschaft im Oktober 2019 gegründet und war danach aufgelöst worden. Seit ihrer aufsichtlichen Genehmigung am 18. Mai 2020 hat die Stiftung mit der Arbeit begonnen.

Der 1955 gegründete Verein Wissenschaftsförderung war bis zu seiner Auflösung die bundesweite Fördereinrichtung der Sparkassen-Finanzgruppe für wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Disziplinen rund um Geld und Kredit.

„Die Stiftung für die Wissenschaft wird nahtlos an die Förderaktivitäten des Vereins anknüpfen und Projekte, Veranstaltungen und Publikationen auf dem Gebiet des Geld-, Bank- und Börsenwesens fördern“, erläutert Pia Jankowski, Vorstandsvorsitzende der Stiftung für die Wissenschaft.

Nachhaltige Geldanlage? Ein neues, von der Stiftung gefördertes Forschungsprojekt untersucht, wo Anlageberater in der Praxis auf eventuelle regulatorische Hemmnisse stoßen. 

Neues Forschungsthema: Nachhaltige Anlageberatung aus Mitarbeiterperspektive

Das bisherige Förderspektrum mit geschichts-, wirtschafts- und rechtswissenschaftlichem Schwerpunkt soll künftig um politik- und sozialwissenschaftliche Themen sowie um Fragen der Digitalisierung erweitert werden.

Wie Jankowski jetzt bei der ersten Kuratoriumssitzung der Stiftung darlegte, hat der Stiftungsvorstand im laufenden Jahr die Förderung zweier Forschungsvorhaben beschlossen.

Das Team um Professor Christian Klein von der Universität Kassel plane, die regulatorisch bedingten Barrieren in der nachhaltigen Anlagenberatung zu untersuchen. Dies solle in Form einer qualita­tiven Analyse aus Perspektive der Anlagenberater erfolgen.

Das solle dazu beitragen, auf empirischem Fundament eventuelle Hemmnisse bei Beratungen zu nachhaltigen Anlageprodukten zu identifizieren und zu überwinden, erläuterte der Stiftungsvorstand.

Datenerhebung zum Thema Sparkassengeschichte

Zudem fördere die Stiftung ein Forschungsprojekt von Tommy Krieger, ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschafts­forschung in Mannheim zum Thema „Sparkassengründungen und deren Determinanten im 19. und frühen 20. Jahrhundert“.

Der promovierte Post-Doc-Researcher Krieger werde die bisherigen qualita­tiven Erkenntnisse über Sparkassengründungen in Deutschland durch ökonometrisch-quantitative Forschung ergänzen. Die systematische Erhebung und Auswertung dieser Daten schließe eine große Lücke in der sparkassen­historischen Forschung, erklärte Jankowski.

Die Stiftung wird ab 2021 in die Mitgliedschaften des Vereins bei Instituten und wissenschaftlichen Fachgesellschaften eintreten und das Institut für Kreditrecht in Mainz sowie das Forschungszentrum für Sparkassenentwicklung in Magdeburg weiter unterstützen.

Mitglieder des Förderkollegs können auf bundesweites Talentnetzwerk zurückgreifen

Die Mitglieder des Förderkollegs werden in einem bundesweiten Talentnetzwerk auch in der Stiftung während ihres Studiums betreut. In diesem Netzwerk werden die akademischen Nachwuchskräfte befähigt, ihre Potenziale voll auszuschöpfen und insbesondere die Soft Skills auszubauen.

Durch intensive Betreuung und Förderung sollen studierende, leistungsfähige ehemalige Auszubildende aus Sparkassen, Landesbanken und weiterer Verbundpartner den Kontakt zur Berufswelt halten.

Kontinuität zeigt sich auch in der Besetzung von Kuratorium, Vorstand und Ausschuss für das Förderkolleg. Jankowski: „Wissenschaftler und Praxisvertreter können sich mit Fragen und Anregungen an die gleichen Ansprechpartner der Geschäftsstelle wenden wie bisher.“ bec

11. November 2020