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Bürgschaftsbanken
Unterwegs zum papierlosen Büro
Alle 16 deutschen Bürgschaftsbanken bieten den Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen ab sofort einen rein elektronischen Dokumentenaustausch an.

Der Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB) bietet den Mitgliedsinstituten der Sparkassen-Finanzgruppe im Auftrag der 16 ihm angehörigen deutschen Bürgschaftsbanken ab sofort einen rein elektronischen Dokumentenaustausch an.

Der VDB bat den Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV), seine Mitgliedinstitute über die neue, zusätzliche Kommunikationsmöglichkeit mit allen deutschen Bürgschaftsbanken zu informieren. Die Bürgschaftsbanken tragen damit der zunehmenden Digitalisierung Rechnung und entsprechen mit diesem Angebot den Wünschen der Hausbanken, von denen insbesondere Sparkassen und andere Banken in der Vergangenheit diesbezüglich an die Bürgschaftsbanken herangetreten sind.

Die Bürgschaftsbanken akzeptieren ab sofort, dass ihnen alle Dokumente wie zum Beispiel Bürgschaftsanträge und sonstige Unterlagen durch die Hausbank als ersetzender Scan übermittelt und aufbewahrt werden. Das gilt auch für die eigentliche Bürgschaftsurkunde der jeweiligen Bürgschaftsbank.

Inhaltliche Verantwortung bei den Hausbanken

Voraussetzung für die Teilnahme an dem papierlosen Verfahren ist, dass es den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung der jeweiligen Hausbank entspricht. Und: In der jeweiligen Sparkasse muss nach dem aktuellen Stand der Technik sichergestellt sein, dass die elektronischen Dokumente mit den Dokumenten in Papierform bildlich und inhaltlich übereinstimmen, nicht verändert oder manipuliert und bei Bedarf lesbar gemacht werden können.

Die Verantwortung dafür, dass diese Voraussetzungen aufseiten der Hausbanken erfüllt werden, obliegt unverändert den Hausbanken. Die Bürgschaftsbanken haben die digitale Abwicklungsform in den bundesweit geltenden „Allgemeinen Bürgschaftsbestimmungen“ (ABB-Kredit) von 2017 für elektronische Bürgschaftszusagen nach Handelsrecht schon aufgenommen und geregelt; für den „umgekehrten Weg“ – also für den Informationsaustausch zu den Kundenanträgen gelten diese Regelungen analog.

Sparkassen, Landesbanken oder Landesbausparkassen, die daran interessiert sind, in Zukunft mit der Bürgschaftsbank, mit der sie zusammenarbeiten, einen elektronischen Datenaustausch zu praktizieren, sollten sich mit der betreffenden Bürgschaftsbank unmittelbar in Verbindung setzen.

Martin Köppen
– 30. Juli 2020