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Coronakrise / aktualisiert
Sparkasse schließt 15 Filialen
Nachdem ein Mitarbeiter am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat die Sparkasse Kulmbach-Kronach 30 Kollegen in Quarantäne geschickt und die Hälfte ihrer Filialen geschlossen.

In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurden umgehend alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet, vermeldet das oberfränkische Institut in einer Pressemitteilung. Nach Ermittlung der Kontaktpersonen habe man sich – zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden – dazu entschlossen, vorsorglich 15 der insgesamt 30 Geschäftsstellen bis auf Weiteres zu schließen.

Die 30 Mitarbeiter, die sich jetzt in Quarantäne befinden, wurden vom Gesundheitsamt als sogenannte „Kontaktpersonen I“ eingestuft. Sie waren mit dem infizierten Kollegen im Rahmen einer internen Besprechung, selbstverständlich unter Einhaltung der gebotenen Schutz- und Hygienevorschriften, in „Kontakt“, wie Pressesprecherin Daniela Krüger der SparkassenZeitung berichtet.

Notfallplan sichert reibungslosen Ablauf

Der interne Krisenstab der Sparkasse Kulmbach-Kronach hatte sich frühzeitig und intensiv mit der Coronapandemie auseinandergesetzt und entsprechende „Notfallpläne“ erarbeitet, sagt Krüger: angefangen von den technischen Voraussetzungen für Homeoffice und digitale Besprechungen bis zu umfangreichen Schutz- und Hygienemaßnahmen.

Die betroffenen Mitarbeiter können somit alle problemlos von zu Hause aus arbeiten und sind nach wie vor für ihre Kunden telefonisch erreichbar. Die Geldautomaten stehen weiterhin zur Verfügung, die Bargeldversorgung ist flächendeckend sichergestellt. Auch die Briefkästen werden wie gewohnt entleert.
 
Es waren zwei Fälle von bestätigten Covid-19-Infektionen, die das Landratsamt am Dienstagnachmittag meldete, berichtet die „Frankenpost“. In beiden Fällen seien die Infektionen aufgrund prophylaktischer Tests entdeckt worden, beide Betroffene wiesen kaum Symptome auf.

Kontaktpersonen unverzüglich getestet

Das Kulmbacher Gesundheitsamt habe noch am Dienstag bis in den Abend hinein nahezu alle bekannt gewordenen Kontaktpersonen getestet. Die zwei infizierten Männer stünden in keinem Verhältnis zueinander, keiner der beiden sei im Urlaub gewesen.

Der aktuelle war nicht der erste Fall von Corona innerhalb der Belegschaft der Sparkasse Kulmbach-Kronach, wie die Pressesprecherin sagt. Bei zwei früheren positiv Getesteten konnten die Infektionsketten durch Homeoffice-Lösungen jedoch schnell unterbrochen werden, sodass keine weiteren größeren Maßnahmen zu veranlassen waren.

Unser Bild zeigt Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach; die dortige Geschäftsstelle wurde als erste geschlossen.

Silvia Besner
– 30. Juli 2020