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Finanz Informatik Technologie Service
Brückenbauer in die Cloud
Der Innovationsdruck steigt – im gesamten Sparkassenverbund. Die Finanz Informatik Technologie Service (FI-TS) begleitet Landesbanken, öffentliche Versicherer und Verbundunternehmen auf dem Weg der digitalen Transformation.

Wenig bleibt, wie es war. Das Tempo, mit dem sich aktuell die Finanzbranche wandelt, lässt erahnen, wie dynamisch sich deren IT-Landschaften entwickeln müssen. Je digitaler die Geschäftsmodelle werden, desto mehr werden vollautomatisierte Prozesse und der optimale Einsatz von IT zum strategischen Erfolgsfaktor. Mit Weitsicht hat die Sparkassen-Finanzgruppe frühzeitig ihre IT-Expertise in der Finanz Informatik (FI)-Gruppe gebündelt. Die FI-Tochter FI-TS sieht ihre Rolle darin, durch zeitgemäße IT-Betriebsdienstleistungen für Landesbanken und Verbundunternehmen Brückenbauer für deren digitale Transformation zu sein. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist es dabei, Wege in die Welt des Cloud-Computings zu ebnen.

Die Nutzung der Cloud bietet enorme Perspektiven für die Innovations- und Konkurrenzfähigkeit. Das sagt auch Prof. Joachim Wuermeling, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, der in seiner Rede, „Banking in der Cloud – Chancen und Herausforderungen bei der Cloud-Nutzung“, von einer „Schlüsseltechnologie bei der Digitalisierung der Finanzbranche“ spricht. Während die Cloud-Nutzung nach Ansicht Wuermelings im deutschen Finanzsektor noch stark ausbaufähig ist, kann FI-TS bereits auf zehn Jahre Erfahrung mit Cloud-Services aus eigenen Rechenzentren verweisen.

Landesbanken, öffentliche Versicherer und Verbundunternehmen profitieren von dieser Expertise. Denn sie benötigen flexible, skalierbare und kosteneffiziente IT-Strukturen, um ihren Kunden innovative Produkte und Dienstleistungen schnell und zuverlässig anbieten können. Dazu benötigen sie eine moderne und durchgängige IT-Basis, die sowohl die klassischen Systemarchitekturen umfasst, als auch flexible Cloud-Umgebungen bis hin zu Public-Cloud-Services. 

Obwohl die Digitalisierung allen Unternehmen Chancen eröffnet, sind diese nicht für alle gleich: Jedes Unternehmen hat seine „digitale Geschichte“, die es fortzuschreiben gilt. Jedes Unternehmen braucht seine individuell passende Brücke in die digitale Transformation. Um die Kunden da abzuholen, wo sie gerade stehen, hat FI-TS die Drei-Säulen-Finance-Cloud-Strategie entwickelt. Diese ist die Grundlage für eine integrierende IT-Serviceplattform, die alle für die digitale Transformation von Finanzdienstleistern notwendigen IT-Betriebsumgebungen umfasst und an den besonderen regulatorischen Anforderungen der Branche ausrichtet.

Etablierte Anwendungen wandern in die Cloud

Eine zentrale Aufgabe bei der digitalen Transformation von Finanzdienstleistern liegt in der schrittweisen Überführung ihrer Legacy-Anwendungen in moderne Systeme. Diese Modernisierung erfordert eine stabile IT-Infrastruktur für die Altanwendungen, in denen diese auf dem Mainframe sicher und hoch verfügbar weiterbetrieben werden. Je mehr Anwendungsbestandteile in die Private- oder auch Public-Cloud überführt werden, desto geringer werden die Effizienzvorteile, die der IBM-Großrechner den Instituten bietet.

Vor diesem Hintergrund bündelt FI-TS die Großrechnerumgebungen ihrer Kunden über eine mandantenfähige, automatisierte und standardisierte Infrastruktur, die bereits eine erfolgreiche aufsichtsrechtliche Prüfung absolviert hat. Bei dieser ersten Säule der Cloud-Strategie, der FI-TS Finance Cloud Enterprise, wendet der IT-Dienstleister bereits für klassische Infrastrukturen Cloud-Prinzipien an. So werden etwa Service-Level-Agreements für Server und auch für komplette Datenbanken auf Monatsbasis vereinbart. Außerdem unterstützt der IT-Dienstleister in dieser Umgebung seine Kunden beispielweise bei der sogenannten Containerisierung von Anwendungen.

Cloud-Anwendungen im eigenen Rechenzentrum

Internetkonzerne wie Amazon und Google, aber auch Fintechs bringen neue Produkte und Dienstleistungen in hoher Frequenz auf den Markt. Um mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten, benötigen Verbundunternehmen moderne Infrastrukturen, mit denen sie auf Basis standardisierter Prozesse digitale Lösungen schnell entwickeln, testen und produktiv stellen können. Cloud-Technologien bieten diese Möglichkeiten – auch für Landesbanken, öffentliche Versicherer und andere Verbundunternehmen.

Dazu müssen sie jedoch regulatorischen Maßgaben entsprechen. Diese Anforderungen bedient die zweite Säule, FI-TS Finance Cloud Native. Sie ermöglicht, dass modernisierte, in Docker-Containern modularisierte Software-Bestandteile in dieser Infrastruktur über die Orchestrierungsplattform Kubernetes vollautomatisch deployed werden. Finanzdienstleister im Verbund können damit auf Knopfdruck Anwendungsumgebungen buchen, skalieren oder auch wieder abmelden. Die Dauer eines Rollouts virtualisierter Hardware und Software reduziert sich dabei von aktuell mehreren Monaten auf wenige Tage oder sogar Minuten, wobei die IT sicher, dynamisch und regelgerecht im Rechenzentrum von FI-TS betrieben wird.

Cloud der „Hyperscaler“

Ein bis dato unter regulatorischen Gesichtspunkte nicht zugängiges Gebiet des Cloud-Computings erschließt die dritte Säule, die FI-TS Finance Cloud Public Integration. Diese bedient den wachsenden Bedarf von Finanzdienstleistern an regulatorisch konformen Public-Cloud-Leistungen der sogenannten Cloud-Hyperscaler, also Amazon, Google und Microsoft.

Die strategische Zusammenarbeit mit Google macht dabei den Anfang. Durch diese erschließt die FI-Gruppe für die Sparkassen-Finanzgruppe Cloud-Services wie Big-Data-, Analytics- oder KI-Lösungen. Damit diese in einer im weitestmöglichen Maß aufsichtsrechtskonformer Form erfolgt, übernimmt FI-TS nicht nur die technische Bereitstellung und Integration, sondern auch das vertragliche Beziehungsmanagement. Dabei gleicht der IT-Dienstleister unter anderem die Vertragswerke der Hyperscaler mit den Anforderungen der Aufsicht kontinuierlich ab und unterstützt seine Kunden dabei, die Services der Hyperscaler adäquat zu nutzen.

Auf Basis dieser Säulen entwickelt FI-TS eine intergierende IT-Service-Plattform und positioniert sich als gestaltender Partner im digitalen Finanz-Ökosystem. Landesbanken, öffentliche Versicherer und weitere Verbundunternehmen profitieren von einer Bündelung dieser Expertise, die im Verbund Skaleneffekte bietet und im digitalen Wettbewerb hilft, die Stärken der Sparkassen-Finanzgruppe gemeinsam auszuspielen.

28. Juli 2020