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Fusionen
Zusammenschluss mit großem B
Die Sparkassen Magdeburg und Jerichower Land wollen zum 1. März 2021 gemeinsame Sache machen. Der neue Name „Sparkasse MagdeBurg“ mit groß geschriebenem „B“ soll die neue Einheit auch im Schriftbild ausdrücken.

Von einem „Paukenschlag“ schreibt die „Volksstimme“. Mit der Fusion würde nach der Sparkasse Halle-Saalkreis das zweitgrößte öffentlich-rechtliche Kreditinstitut in Sachsen-Anhalt entstehen. Die künftige Bilanzsumme würde knapp vier Milliarden Euro betragen. Die Sparkasse Magdeburg steuert dafür rund 72 Prozent bei, rund 28 Prozent kommen aus dem Nachbarkreis. Kreisstadt des Jerichower Landes ist Burg – so erklärt sich das große B im angestrebten neuen Namen.

Die Fusion muss noch von Kommunalparlamenten beschlossen werden. Am 18. Februar entscheidet der Magdeburger Stadtrat. Einen Tag später muss der Kreistag des Jerichower Landes einen Beschluss fällen. Das Bundeskartellamt hatte unter dem Aktenzeichen B9-30/21 den Zusammenschluss beider Institute schon öffentlich bekannt gegeben. Zum 1. März wäre dann die Fusion formell vollzogen, wie die „Volksstimme“ berichtet.

Trend zu Fusionen hält an

Der Trend zu Fusionen im öffentlich-rechtlichen Lager hält an. Auch im vergangenen Jahr hatte sich die Zahl der Sparkassen verringert, von 379 auf 376. Vier Fusionen wurden außerdem offiziell zum 1. Januar 2021 vollzogen, damit beträgt die aktuelle Zahl der Institute 372.

Im Verbandsgebiet Rheinland-Pfalz schlossen sich zum 1. Januar die Sparkasse Germersheim-Kandel und die Sparkasse Südliche Weinstraße zur Sparkasse Südpfalz zusammen. Im Verbandsgebiet Rheinland-Pfalz fusionierten Kreissparkasse und Stadtsparkasse Kaiserslautern zur Sparkasse Kaiserslautern. Innerhalb des Ostdeutschen Sparkassenverbands hat die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin zum 1. Januar die Sparkasse Parchim-Lübz aufgenommen. Im Verbandsgebiet Baden-Württemberg haben zum 1. Januar die Sparkasse Haslach-Zell und die Sparkasse Gengenbach ihre Fusion zur Sparkasse Kinzigtal vollzogen.

8. Februar 2021