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Geschäftsberichte 2020 / Sparkasse Spree-Neiße
Erwartungen übertroffen
Das Jahr 2020 war für alle ein herausforderndes Jahr. Gerade in dieser Zeit gab die Sparkasse Spree-Neiße ihren Kunden Sicherheit und Stabilität – grundlegende Werte der seit vielen Jahren erfolgreichen Geschäftsentwicklung.

Das Vertrauen spiegelt sich in dem überdurchschnittlichen Zuwachs der Kundeneinlagen sowie der deutlichen Steigerung des Kundenkreditgeschäftes wider. Die Sparkasse Spree-Neiße konnte die positive Geschäftsentwicklung fortsetzen und damit an das solide Wachstum der zurückliegenden Jahre anknüpfen.

Geschäftsentwicklung 2020

Die Sparkasse Spree-Neiße blickt ungeachtet der besonderen Rahmenbedingungen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Das starke Bilanzwachstum der letzten Jahre hält weiter an. Die Bilanzsumme stieg um 12,7 Prozent auf 4424 Millionen Euro und damit erstmals deutlich über vier Milliarden Euro. Ausschlaggebend waren die enormen Zuwächse im Einlagengeschäft. Zusätzlich ist ein längerfristiges Offenmarktgeschäft zu berücksichtigen.

 

Von links: Vorstandsvorsitzender Ulrich Lepsch, Vorstandsmitglieder Ralf Braun und Thomas Heinze.


Das Wachstum der Kundeneinlagen übertraf mit 10,3 Prozent im Berichtsjahr deutlich die Erwartungen. Das Volumen an Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, einschließlich der Sparkassenkapitalbriefe, erhöhte sich um 328,8 Millionen auf 3533,7 Millionen Euro. Ein Grund für den dynamischen Einlagenzuwachs im Jahresverlauf ist die durch Coronabeschränkungen und -Unsicherheiten nochmals erhöhte Sparquote sowie das zurückhaltende Konsumverhalten vieler Kunden.

Die starke Nachfrage von Geldanlagen mit flexiblen Verfügbarkeiten wurde durch den nach wie vor geringen Zinsabstand zu längerfristigen Anlagen gestützt. So verzeichneten die täglich fälligen Verbindlichkeiten wieder größere Zuwächse. Sie stiegen um 20,0 Prozent auf 1524,6 Millionen Euro. Weiterhin trug die stetige Erhöhung der Spareinlagen um 3,6 Prozent auf 1703,9 Millionen Euro zur positiven Einlagenentwicklung bei. Dabei stand das regelmäßige Sparen zur Vermögensbildung weiterhin im Fokus unserer Kunden.

 


Die Sparkasse verzeichnete erneut eine sehr positive Entwicklung im Kundenkreditgeschäft. Insbesondere die anhaltend hohe Nachfrage zur Finanzierung von Immobilien (Erwerb oder Neubau) war die Grundlage für den enormen Bestandszuwachs der Forderungen an Kunden um  22,6 Prozent auf 1518,3 Millionen Euro.

Die weiterhin günstigen Rahmenbedingungen für den Erwerb von Wohneigentum und das erfolgreiche Immobilienvermittlungsgeschäft führten zu einer Steigerung neu ausgereichter Wohnungsbaukredite. Das Volumen der valutierten Baufinanzierungen beträgt 241,7 Millionen Euro und übertrifft das hohe Vorjahresniveau noch einmal deutlich um 45,4 Prozent. Die Kunden bevorzugten dabei langfristige Zinsbindungen.

Insgesamt wurden Kredite in Höhe von 327,2 Millionen Euro an Privatpersonen sowie an Unternehmen und Selbstständige neu in der Region ausgereicht. Dank der hohen Qualität im Kreditportfolio verzeichnet die Sparkasse Spree-Neiße keine erhöhten Kreditrisiken. Auch die coronabedingten Einschränkungsmaßnahmen hätten die Risikolage nicht negativ beeinflusst, so die Sparkasse. Auf Basis vertrauensvoller und langfristiger Kundenbeziehungen zahle sich gerade in dieser Zeit die intensive Beratung und persönliche Nähe zu den Geschäfts- und Firmenkunden aus.

 


Die wichtigste Ertragsquelle der Sparkasse Spree-Neiße ist weiterhin der Zinsüberschuss. Dieser erreicht ungeachtet des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes in diesem Jahr mit 80,5 Millionen Euro nahezu das Vorjahresergebnis (80,6 Millionen Euro). Mit 1,88 Prozent der DBS (Durchschnittsbilanzsumme) übertrifft die Sparkasse Spree-Neiße deutlich den Durchschnitt der Sparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV). 

Der allgemeine Verwaltungsaufwand liegt mit insgesamt 0,99 Prozent der DBS erstmals unter einem Prozent. Dies dürfte künftig für Sparkassen ein anzustrebender Richtwert sein, um im Niedrigzinsumfeld zu bestehen.

Die hohe Ertragskraft der Sparkasse Spree-Neiße spiegelt sich im Betriebsergebnis vor Bewertung wider. Es konnte mit einer Höhe von 60,4 Millionen Euro (1,41 Prozent der DBS) den Vorjahreswert von 59,6 Millionen Euro (1,56 Prozent der DBS) bestätigen.

Die Cost-Income-Ratio beträgt zum Jahresende 40,6 Prozent und übertrifft damit den hervorragenden Vorjahreswert (41,8 Prozent). Damit zählt die Sparkasse Spree-Neiße weiterhin zu den rentabelsten Kreditinstituten in Deutschland. Angesichts der Bestandszuwächse und der überdurchschnittlichen Ertragslage zeigt sich das Kreditinstitut mit der Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres sehr zufrieden.

 


Ausblick für 2021

Mit einer wiederkehrenden Lockerung könnte der Handel von einer wachsenden Konsumfreude profitieren. Die Dienstleistungsbranche schätzt die zukünftige Entwicklung gleichermaßen ein. Von Zuversicht zeugt, dass die Mehrheit der im Herbst 2020 befragten Betriebe noch an ihrem Personalbestand und ihren geplanten Investitionen festhalten will.

Ausgehend von diesen Rahmenbedingungen geht die Sparkasse Spree-Neiße für das Jahr 2021 von einer Fortführung der stabilen Geschäftsentwicklung aus. In allen Geschäftsbereichen werden moderate Bestandszuwächse erwartet. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stabilisierung des Kreditgeschäftes und der Intensivierung der Kundenbeziehungen.

Der hohe Marktanteil sowie ein ausgezeichnetes Image sind dafür eine hervorragende Basis. Engagiert für Vielfalt und Lebensqualität Mit 1,4 Millionen über 400 gemeinnützige Projekte und Vorhaben gefördert.

19. Februar 2021