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Geschäftsjahr 2020
Corona-Effekte bleiben bis 2022
Die Folgen der Coronakrise sowie der staatlichen Stützungsmaßnahmen auf die Konjunktur und die Finanzwirtschaft bleiben schwer vorhersehbar. So urteilt die SaarLB bei Präsentation der Bilanz für 2020 über die Prognosen der Bank zum laufenden Jahr.

Die SaarLB sei nach einem vielversprechenden Start in das Jahr 2020 durch die Corona-Pandemie vor neue Herausforderungen gestelt worden. Trotz dieser Rahmenbedingungen konnte für das vergangene Jahr insgesamt ein robustes Jahresergebnis erzielt werden, hieß es weiter. Ein erhöhter Zinsüberschuss von 133,2 Millionen Euro (Vorjahr: 127,8) und ein deutlich niedriger Provisionsüberschuss von 6,7 Millionen Euro (Vorjahr: 10,5) führte unter Einbeziehung von sonstigem und Handelsergebnis zu einem nahezu stabilen operativen Ergebnis in Höhe von 140,1 Millionen Euro (Vorjahr: 141,6).

Auch viele Unternehmenskunden wurden durch die Pandemie vor außergewöhnliche Herausforderungen gestellt, berichtet die Landesbank. Die SaarLB habe durch ihre Nähe sowohl ihren deutschen, als auch französischen Kunden individuelle Lösungen und damit die notwendige Sicherheit bieten können.

Botschaft der Nähe gerade in Krisenzeiten leben

„Gerade in außergewöhnlichen Situationen ist es ganz besonders wichtig, dass wir für unsere Kunden da sind, die Probleme und Herausforderungen erkennen, analysieren und dann individuelle Lösungen erarbeiten und anbieten", sagt Vorstandschef Thomas Bretzger. „Hier sieht man dann auch wieder, dass wir unsere Botschaft „wirtschaftliche Weitsicht und menschliche Nähe“ nicht nur aussprechen, sondern diese auch vorleben und danach handeln“.

Die wirtschaftlichen Folgen, die durch die Pandemie ausgelöst wurden, seien immer noch nicht in Gänze abschätzbar. Dies wirkte sich auf die Kreditrisikovorsorge der SaarLB aus, die mit 24,4 Millionen Euro deutlich erhöht wurde. „Wir erwarten, dass sich Corona-Effekte auch über einen Zeitraum zumindest bis 2022 zeigen", so Bretzger.

Top-Ten in Sachen Nachhaltigkeit

Durch die Herausforderungen in der Pandemie wurde auch das bereits 2019 initiierte Programm „IT-ReDesign“ intensiv vorangetrieben. „Hier konnten wir durch einen sehr schnellen Roll-Out fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit mobilen Endgeräten ausstatten und sie so in die Lage versetzen den Geschäftsbetrieb von zu Hause flexibel und ohne größere Einschränkungen sicherzustellen und fortzuführen", sagt Bretzger. „Ebenso haben wir das veränderte Kommunikationsverhalten aus der mobilen Arbeit heraus in Form von Video- und Telefonkonferenzen durch Einführung passender Software-Lösungen und entsprechender Schulungen unterstützt“.

Zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2020: SaarLB-Vorstandschef Thomas Bretzger. Doch der Ausblick für die deutsch-französische Wirtschaft und damit für die Landesbank bleibt angesichts der Coronakrise unsicher.

Ebenso behielt die Bank das Thema Nachhaltigkeit im Fokus. Nun erfolgte durch die renommierte Nachhaltigkeitsagentur ISS ESG (vorher Oekom Research) erstmals eine Bewertung mit dem begehrten „Prime Status“. Damit gehöre die SaarLB im internationalen Nachhaltigkeitsrating zu den besten zehn Prozent der Banken in der Kategorie „Public & Regional Banks“.

Gute Zahlen auch im Landesbauspargeschäft

Im 4. Quartal des vergangenen Jahres startete die SaarLB das Emissionsprogramm „Green Bond“ mit einem Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro. Das Programm diene der Refinanzierung von Projekten im Sektor Erneuerbare Energien und sei mit Laufzeiten von 11 bis 15 Jahren auf Institutionelle Investoren mit einem Anlagefokus auf nachhaltige Investitionen ausgerichtet, erläuterte die Landesbank.

„Mit der Initiierung des Green Bond-Programms haben wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Fortführung unserer Nachhaltigkeitsstrategie gemacht und gleichzeitig einen Beitrag zur Erfüllung der UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDG) geleistet", erklärt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Gunar Feth. „Die Emission der Senior Preferred Anleihe ist ein großer Erfolg für uns. Die Papiere waren bereits nach kürzester Zeit mehrfach überzeichnet. Dies bestätigt uns, dass wir auch hier auf dem richtigen Weg sind“.

Die LBS Landesbausparkasse Saar habe 2020 mehr Baukredite als im Vorjahr vergeben, hieß es schließlich. Mit 8.500 Neuverträgen habe das Neugeschäftsvolumen bei insgesamt 569,3 Millionen Euro und somit lediglich leicht unter Plan gelegen. Im Saarland habe die LBS Saar einen Marktanteil von 39,2 Prozent und bewege sich weiterhin auf stabilem Niveau.

29. März 2021