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Geschäftsjahr 2020
Kundengeschäft und Kundenzahl wachsen
Die BayernLB-Tochter DKB hat mit weiteren digitalen Produkten und Kooperationen im Geschäftsjahr 2020 ihre gesetzten Ziele laut eigenen Angaben übertroffen. Die Pläne für 2021 sind: noch digitaler werden.

Die BayernLB-Tochter erzielte im vergangenen Jahr ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 250 Millionen Euro (Vorjahr: 297,8 Millionen Euro) und lag damit über den prognostizierten Erwartungen im Kontext der umfangreich getätigten Investitionen. Der Rückgang des Ergebnisses zum Vorjahr begründe sich, aus der fortlaufenden strategischen Transformation der DKB und damit verbundener Investitionen, erläuterte die Bank.

Der Zinsüberschuss liegt bei 954 Millionen Euro und befindet sich damit im Rahmen der Erwartungen nahezu auf Vorjahresniveau (954,4 Mio. Euro). Das Risikoergebnis entwickelte sich trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie positiv und beträgt minus 38,9 Millionen Euro (2019: minus 55,9 Millionen Euro).

Weitere digitale Produkte und Services geplant

Die Bilanzsumme erhöhte sich deutlich auf 109,8 Milliarden Euro (2019: 83,8 Milliarden Euro). Der damit verbundene Vertriebserfolg bestätige die Marktstrategie und trage zur Finanzierung der Investitionskosten bei, hieß es weiter. Somit konnten die Kundenforderungen im Berichtszeitraum um sieben Milliarden Euro auf 76,6 Milliarden Euro und die Kundeneinlagen um 11,6 Milliarden Euro auf 72,4 Milliarden Euro erhöht werden.

„Nach dem ersten Jahr unserer neuen Konzernstrategie können wir ein positives Zwischenfazit ziehen und unser Wachstum unbeirrt fortsetzen“, sagte Stefan Unterlandstättner, Vorstandsvorsitzender der DKB. „2021 stellen wir die Weichen für eine neue noch digitalere DKB. Die Einführung der neuen DKB Banking App wird dahingehend nur der Anfang sein – weitere smarte Services und Produkte werden folgen.“

„Sowohl privat als auch geschäftlich hat die Corona-Pandemie unseren Alltag aber auch stark verändert“, so Unterlandstättner. „Als Konzern konnten wir durch ein digitales Mindset schnell auf flexible Arbeitsformen umschalten und das mit einer Home-Office Quote von zeitweise bis zu 90 Prozent.“

300.000 Neukunden im Jahr 2020 gewonnen

Die Kundenzahl wuchs 2020 weiter auf über 4,6 Millionen (Vorjahr: 4,3 Millionen). Auch das Wertpapiergeschäft habe sich positiv entwickelt. Die Zahl der Depots stieg auf über 500.000 mit einem Gesamt-Depotvolumen von mehr als zehn Milliarden Euro. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2020 der vollautomatisierte DKB-Sofortkredit (Konsumentenkredit) eingeführt. Hierbei setzt die DKB auf eine enge Technologiepartnerschaft mit dem Fintech-Unternehmen Fintec Systems.

Im Geschäftskundenbereich verzeichnet die DKB eine signifikante Steigerung des Neugeschäfts und damit einen höheren Kreditbestand. Vor allem in den Bereichen Wohnen, Energie und Versorgung sowie dem Kommunal- und Infrastrukturgeschäft zeigten sich die Märkte sehr pandemieresistent, hieß es weiter.

Besonders erfreulich sei die Entwicklung des im Frühjahr 2020 eingeführten Online-Produkts „Direktdarlehen für Kommunen“ gewesen, welches in Kooperation mit dem Plattformpartner Loanboox angeboten werde. Über diese Plattform werden Kommunen proaktiv Liquiditätskredite angeboten, die direkt online abgeschlossen werden können. Bis Ende 2020 wurden allein über diesen digitalen Prozess zwei Milliarden Euro abgeschlossen.

Ausblick ist mit vielen Fragezeichen behaftet

Die DKB werde auch 2021 auf umfangreiche Investitionen im Bereich der Digitalisierung setzen, um das Wachstum und die Transformation zur „Tech-Bank“ zu beschleunigen, kündigte das Unternehmen an. Innerhalb der Gesamtkonzernstrategie der Bayerischen Landesbank sei die DKB weiterhin ein wesentlicher Wachstumstreiber im Gesamtkonzern und baue ihre Marktposition in Deutschland weiter aus.

Investiert werde vor allem in die Kernprodukte, Skalierbarkeit und Automatisierung, um zukünftig angestrebte Wachstumsziele zu erreichen. Die DKB geht weiterhin von einer stabilen Ertragslage im Kundengeschäft aus. Durch weitere strategische Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der DKB werde das Ergebnis vor Steuern daher voraussichtlich unter dem Ergebnis 2020 liegen.

Aufgrund der unsicheren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und der möglichen, aktuell nicht abschätzbaren Auswirkungen auf die deutsche Volkswirtschaft und die Finanzmärkte unterliege die Prognose allerdings einer ungewöhnlich hohen Unsicherheit, fügt die Bank hinzu.

31. März 2021