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Nachhaltigkeitsstrategie
Hier sind die Hügel doppelt grün
Die Sparkasse Allgäu ist als erstes Finanzinstitut dem „Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030“ beigetreten.

Doch das Institut strebt nicht nur weniger Treibhausgas-Ausstoß an, sondern will auch eine positive gesellschaftliche Wirkung erreichen. Diese klare Haltung schafft Vertrauen bei Trägern und Kunden – und bildet die Grundlage für eine strukturierte Umsetzung.

Die Sparkasse Allgäu hat ihre Nachhaltigkeitsgrundsätze öffentlich gemacht und auch die Klimaschutz-Selbstverpflichtung der deutschen Sparkassen unterzeichnet. Mit dem „Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030“ setzen sich die beteiligten Partner noch ehrgeizigere Ziele. Sie wollen in Zehn-Prozent-Schritten ihren CO2-Ausstoß schon bis 2030 auf das unvermeidbare Minimum reduzieren. Zur Nachhaltigkeitsstrategie des Instituts gehören neben ökologischen aber auch unternehmerische und soziale Aspekte.

Selbstverständlich nachhaltig im Kerngeschäft

Seit 1. Mai haben alle Sparkassen die Abfrage nach Nachhaltigkeitspräferenzen in der Wertpapierberatung in ihre Prozesse übernommen. Und bei der Förderung von energieeffizientem Bauen und Wohnen erleben Sparkassen bundesweit eine hohe Nachfrage. Bei der Sparkasse Allgäu gehört das Thema Nachhaltigkeit im Finanzkonzept, bei der Wertpapierberatung und bei der Finanzierung von Immobilienvorhaben immer dazu. Dazu sind die Berater gezielt geschult.

Kunden binden und Beschäftigte halten

Die Sparkasse Allgäu achtet auf verlässliche und auf Dauer angelegte Beschäftigungsverhältnisse. Davon profitieren die Kunden, weil Beraterbeziehungen lange erhalten bleiben. Zusätzlich bildet die Sparkasse kontinuierlich aus – Ziel: 30 junge Menschen jedes Jahr. Verlässlichkeit für Kunden und Belegschaft, aber auch Aus- und Weiterbildung zählen zum Bereich der sozialen Nachhaltigkeit.

Menschlich und fair – weltweit

Es gibt eine Reihe internationaler Sozialstandards, die auch lokale Sparkassen für sich nutzen und sich damit gleichzeitig Sichtbarkeit verschaffen können. Die Sparkasse Allgäu beachtet die Menschenrechte nach dem UN Global Compact und der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Sie richtet sich nach den ILO-Kernarbeitsnormen und unterlegt dies mit einer hauseigenen Lieferantenvereinbarung.

Und sie engagiert sich weltweit für finanzielle Bildung als Grundlage für ein besseres, selbstbestimmtes Leben. Dazu ist die Sparkasse Allgäu langjähriges Mitglied und aktiver Projektpartner der Deutschen Sparkassenstiftung für internationale Kooperation.

Gemeinsam für das Allgäu

Für Vereine, gemeinnützige Organisationen und Initiativen ist die Sparkasse Allgäu ein Partner mit ausgeprägtem gesellschaftlichen Engagement. Seit über vier Jahren unterstützt sie die gemeinnützigen Vereine in der Region beim Sammeln von zusätzlichen Spendengeldern auf digitalem Weg über die Spendenplattform www.gut-fuer-das-allgaeu.de. Das Ergebnis: Mehr als 1.000.000 Euro für über 320 geförderte Projekte – und „100 Prozent der Spendengelder gehen ohne Kosten in die Region“. Zur Jahresmitte 2021 wird die Gut-für-Plattform zum Regionalportal WirWunder Allgäu migrieren – dem Online-Spendenportal der Sparkassen-Finanzgruppe – und die tolle Förderung für die Vereine fortsetzen.

Ressourcen schonen und managen

Der erste Schritt ist, natürliche Lebensgrundlagen gar nicht erst zu verbrauchen. Wo immer möglich, vermeidet die Sparkasse Allgäu deshalb Müll und Papier. Dazu optimiert sie digitale Arbeits- und Speicherprozesse und verlängert die Nutzungsdauer technischer Geräte. Abwicklungsprozesse für mobiles Bezahlen, E-Banking, Wertpapiergeschäft und Versicherungsservice sind weitgehend digitalisiert. Ökologie ist eben auch ein Innovationsprogramm.

Um noch sorgsamer mit den natürlichen Lebensgrundlagen umzugehen, entwickelt die Sparkasse schrittweise ein nachhaltiges Ressourcenmanagement. Das macht sie nicht allein, sondern gemeinsam mit dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu eza!.

Energieeffizient wirtschaften

Das 2017 fertiggestellte Hauptstellengebäude in Kempten ist energieeffizient. Dafür hat die Sparkasse Allgäu die Gold-Zertifizierung nach dem DGNB-Standard Green Building erhalten.

Die 32 personenbesetzten Filialen und weitere SB-Standorte der Sparkasse gehen ebenfalls in die Klimabilanz ein und werden schrittweise modernisiert und mit weiteren Fotovoltaik-Anlagen ausgestattet, wo dies sinnvoll und möglich ist. Die erste Fotovoltaik-Anlage wurde schon 2005 installiert.

Schwerpunkt Strom

Die Nutzung digitaler Medien und ein verstärktes digitales Angebot kosten andererseits auch Strom. Den erhöhten Energiebedarf deckt die Sparkasse Allgäu aus regenerativen Energiequellen. Die Umstellung auf „Ökostrom“ verringert den eigenen CO2-Fußabdruck merklich. Das ist angesichts steigender Preise für die Tonne CO2 auch wirtschaftlich sinnvoll.

E-Mobilität fördern

Die Sparkasse Allgäu nutzt aber nicht nur Ökostrom – sie bietet auch den Zugang dazu an. An der Hauptstelle in Kempten können Kunden ihren Pkw an Stromladestationen versorgen. Den Beratern stehen für Kundenbesuche E-Bikes und E-Autos zur Verfügung. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht die Initiative „Job-Rad“ unmittelbar vor der Umsetzung.

Eigener Waldbestand

Im südlichen Oberallgäu bewirtschaftet die Sparkasse 18.000 Quadratmeter eigenen Bergwald. In die CO2-Rechnung kann dies nicht einfließen, da Wald in ganz Deutschland bereits in die Klimabilanz des Bundes einbezogen ist. Doch als Beitrag zum Erhalt der typischen Allgäuer Landschaft hat der Wald viel Wert für die Menschen vor Ort. Lokale Verantwortung geht auch ökologisch.

Bündnis für die Region

Viele der beschriebenen Initiativen haben dazu beigetragen, das öffentliche Bild der Sparkasse Allgäu zu stärken und ihren CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Den entscheidenden Schritt zur CO2-Neutralität hat die Sparkasse im letzten Herbst mit ihrem Beitritt zum „Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030“ getan. Teilnehmende Unternehmen aus der Region tauschen sich dort über Wege des nachhaltigen Wirtschaftens aus und investieren gemeinsam in lokale und internationale Projekte, mit denen sie verbliebene Emissionen ausgleichen können. Um die sofortige Klimaneutralität zu erlangen, leistet die Sparkasse Allgäu seit ihrem Bündnisbeitritt die erforderlichen Kompensationszahlungen.

Prädikat: Mission erfüllt!

Weitere Angaben veröffentlicht die Sparkasse in ihrem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht, der sich auf den Sparkassenstandard für die nicht-finanzielle Berichterstattung stützt.

Der „Sparkassenstandard zur nicht-finanziellen Berichterstattung“ ist im Umsetzungsbaukasten unter www.umsetzungsbaukasten.de im Steckbrief „Bericht an die Gesellschaft“ eingestellt. 

Anke Bunz (Bild: SFG)
– 16. Juli 2021