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Payment
Der Laden der Zukunft kassiert selbst
Händler und Konsumenten gleichermaßen erwarten im Zuge der Digitalisierung in der Zukunft kassenlose Alternativen zum traditionellen Check-out. Das zeigen die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie von VR Payment und dem EHI Retail Institute.

Laut der Studie „Die Zukunft des Check-out: Mehr Freiheit am stationären Point of Sale“ empfinden Konsumenten das Anstehen an der Kasse als Zeitverschwendung und Belastung, vor allem wenn der Bezahl-Prozess nicht reibungslos funktioniert. Dann würde sich die Kasse zu einem erheblichen Störfaktor des Einkaufserlebnisses entwickeln und einer nahtlosen Customer Journey im Wege stehen. Dem möchten die Händler entgegenwirken. Ihnen ist eine effiziente und reibungslose Abwicklung des Einkaufs ebenso wichtig wie ihren Kunden – so die Studie.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie auf einen Blick 

Bequemlichkeit und Selbstbestimmung sind entscheidend. Die Ergebnisse zeigen, dass Konsumenten es als belastend und zeitraubend empfinden, an der Kasse anzustehen – vor allem dann, wenn beispielsweise nicht alle Kassen besetzt und dadurch Abläufe gestört sind. Einige würden das Anstehen sogar nutzen, ihre Einkäufe noch einmal durchzugehen und zu schauen, ob noch etwas von der Einkaufsliste fehlt. Für Händler gehörten reibungslose Prozesse und eine effiziente Abwicklung ebenfalls zu den wichtigsten Aspekten im eigenen Ladengeschäft.

Der Kassenbereich muss für Händler schnell und mit wenig Personal funktionieren. Die Händler seien der Auffassung, dass sie durch neue Shop- und Kassen-Konzepte Mitarbeiter effizienter einsetzen und Prozesse automatisieren können. Der Einsatz von Technologien wie Internet of Things (IoT), Kameras oder Smart Mirrors im Ladengeschäft könne, so glauben die Händler, außerdem Kapazitäten freisetzen. 

Der Laden der Zukunft hat keine Kasse. Konsumenten hätten klare Erwartungen an den Laden der Zukunft: Er habe keine Kasse und wickle das Bezahlen automatisch ab. Etwa 40 Prozent der befragten Verbraucher würden sich außerdem wünschen, dass die Läden in Zukunft rund um die Uhr geöffnet sind und Online- und Offlineshopping verknüpfen (z. B. Bestellen im Online-Shop und Abholen in der Filiale). 

Aber auch unter den Händlern könne sich heute bereits jeder Dritte sein Ladengeschäft ohne traditionellen Kassenbereich vorstellen. Die Hälfte der befragten Händler halte es zudem für wahrscheinlich, dass Läden ohne Kasse bald flächendeckend zu finden seien. 

Das Bezahlen wird insgesamt vielfältiger, digitaler und vor allem mobiler. Die Studienergebnisse machen deutlich: 60 Prozent der befragten Konsumenten würden in Zukunft beim Einkaufen gerne bargeldlos bezahlen. Jedem Zweiten sei aber auch im Laden der Zukunft Bargeld wichtig. Außerdem könnten sich fast 30 Prozent der Befragten vorstellen, mobil mit dem Smartphone zu bezahlen. Dieses entwickle sich zunehmend zum Smarttool und würde neben dem mobilen Bezahlen dafür genutzt, um Einkaufslisten zu verwalten oder den Kassenbon digital zu erhalten.

Das Smartphone werde so mehr und mehr zur zentralen Drehscheibe im Einkaufs-, Bestell- und Bezahlprozess. Auch Händler würden zunehmend verzahnter denken und mobile Anwendungen als aktuell interessanteste Entwicklung für ihr Ladengeschäft bewerten.

Das Studiendesign 
VR Payment und das EHI Retail Institute haben im Rahmen einer repräsentativen Untersuchung 1.000 Konsumenten und etwa 50 Händler verschiedener Branchen aus der Gruppe der Top-250-Filialisten in Deutschland befragt. Teilgenommen haben Führungskräfte aus den Bereichen Lebensmittelvollsortimenter und Discounter, Textilhandel, Schuheinzelhandel, Baumärkte, Warenhäuser sowie Möbel- und Drogeriemärkte.
 

Angelina Hascher, S-Payment GmbH
– 9. Dezember 2020