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Kryptowährungen – was ist dran am Hype?
Bitcoins & Co. gehören bislang nicht zum klassischen Währungsangebot von Banken und Sparkassen. Das bedeutet aber nicht, dass sich Kunden nicht dafür interessieren. Wie steht es wirklich um die Bekanntheit und die Nutzung von Kryptowährungen?

Was lange nur Eingeweihte kannten, hat sich in den letzten Jahren zu einem regelrechten Boom entwickelt. In einer Blitzlicht-Studie hat das Kompetenz Center Marktforschung der S-Markt & Mehrwert (S-MM) deshalb untersucht, wie Bankkunden tatsächlich zum Thema Kryptowährungen stehen. Befragt wurden 1.000 Privatkunden ab 16 Jahren zur Bekanntheit und zum Besitz sowie zu den Gründen für beziehungsweise gegen eine Investition in Kryptowährungen.

Bekannt, aber nur teilweise genutzt
92 Prozent aller Befragten sind Kryptowährungen ein Begriff. Der Anteil derjenigen, die aktuell eine oder mehrere Währungen nutzen oder in der Vergangenheit besaßen, liege mit 11 Prozent beziehungsweise 7 Prozent allerdings deutlich darunter. Bitcoin sei dabei erwartungsgemäß die populärste und zugleich am meisten genutzte Kryptowährung – gefolgt von Ethereum, Dogecoin, Litecoin und Ripple. 

Wer derzeit eine oder mehrere dieser Kryptowährungen besitze, habe mit durchschnittlich circa 4.400 Euro zwar einen vergleichsweise geringen Geldbetrag investiert. Interessant sei aber, dass zwei Drittel planen, demnächst noch mehr zu investieren. Für den Großteil der aktuellen Besitzer ist laut der Blitzlicht-Studie die Investition in digitale Währungen vor allem eine Geldanlage, die entweder längerfristig (69 Prozent) und/oder kurzfristig spekulativ (31 Prozent) getätigt wird. Ein neues, alternatives Zahlungsmittel sehe hingegen nur jeder fünfte Besitzer in Kryptowährungen.

Große aufgeschlossene Nicht-Nutzerschaft
Sowohl 40 Prozent der reinen Kenner als auch 86 Prozent der ehemaligen Besitzer könnten sich einen künftigen Erwerb von Kryptowährungen (wieder) vorstellen. Während frühere Besitzer vor allem ein mögliches Verlustrisiko aufgrund hoher Kursschwankungen (42 Prozent) oder selbst erlebte reale Verluste (26 Prozent) von einer erneuten Investition abhalten würden, lägen bei den bloßen Kennern die Hauptgründe im mangelnden Wissen und im spekulativen Charakter.

Das Fazit der S-MM Marktforschung: Selbst wenn die Nutzungsbarrieren (noch) recht vielfältig sind, ist der Reiz für eine Investition in Kryptowährungen dennoch groß. Sparkassen sollten die Entwicklungen daher nicht unterschätzen, sondern aufmerksam – auch mit Blick auf die eigenen Kunden – verfolgen.

Basisreport kostenfrei erhältlich
Interessierte Sparkassen können einen Basisreport mit Grafiken und Kommentierungen für diese oder eine der anderen monatlichen Blitzlicht-Studien gerne kostenfrei beim Kompetenz Center Marktforschung der S-MM anfordern. Darüber hinaus gibt es einen kompletten Chartbericht mit detaillierten Insights zu verschiedenen Zielgruppen (Bankengruppen, Altersklassen, Einkommensklassen etc.) zum Vorzugspreis von 149 Euro, zzgl. MwSt.

Mehr Informationen – auch zu den weiteren Blitzlicht-Studien rund um Girokonto und Videoberatung – sind auf der Website der S-Markt & Mehrwert abrufbar.
 

Nadine Wojahn, S-Markt & Mehrwert (Titelfoto:iStock/Marc Bruxelle)
– 6. Oktober 2021