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S-Trust
Vom ersten Tag an Geld verdienen
Die neue Digitallösung S-Trust der DSV-Gruppe bietet nicht nur den Nutzern Vorteile. Den Sparkassen erschließt sich mit dem Passwort- und Dokumentenmanager eine Ertragsquelle.

Anfang Juli ist das Produkt „S-Trust“ nach einer fünfmonatigen Testphase in den Markt gestartet. Die Pilotsparkassen, die das Projekt begleitet haben, ziehen eine positive Bilanz.

Rolf Burkart von der Berliner Sparkasse ist immer auf der Suche nach neuen Digital-Innovationen. „Die sind für uns sehr wichtig, denn als Hauptstadtsparkasse haben wir es auch mit einem sehr jungen, tech-affinen Publikum zu tun“, sagt der Referent für Innovationen. Als der Deutsche Sparkassenverlag sein Haus im Herbst 2019 als Pilotsparkasse für S-Trust gewinnen wollte, waren seine Kollegen und er deshalb sofort Feuer und Flamme.

Die Sparkasse Berlin rührte die Werbetrommel und konnte eine vierstellige Zahl von Test-Usern für S-Trust gewinnen. „Auch unser gesamter Vorstand ist dabei“, betont Burkart. Mitarbeiter, Freunde, Kunden und auch Nicht-Kunden, die über soziale Medien von S-Trust erfuhren, luden die App herunter oder registrierten sich auf der Webseite und prüften die Funktionen auf Herz und Nieren. Und das ist noch nicht das Ende, ist Burkart überzeugt: „Das nimmt immer weiter an Fahrt auf.“

App für digitale Grundbedürfnisse

In der Stuttgarter DSV-Zentrale hört man das gern, sieht man doch, dass man einen Nerv getroffen hat: einen smarten Datenspeicher anzubieten, der den Zugriff auf wichtige Dokumente von überall erlaubt und über jeden Sicherheitszweifel erhaben ist – sprich der die Daten nicht auf anderen Kontinenten, sondern sicher verschlüsselt auf Servern in Europa speichert.

„Mit der komfortablen Ablage von Dokumenten und einem sicheren Passwortspeicher spricht S-Trust zwei wesentliche Grundbedürfnisse der Deutschen in der digitalen Welt an“, erklärt Christian Rose, der als Bereichsleiter Fach- und Bildungsmedien der DSV-Gruppe verantwortlich für die Entwicklung der Digitallösung ist. 

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag von Strato bestätigt das: Zwar verwendet bereits die Hälfte der Deutschen einen Cloud-Speicher, doch 44 Prozent fühlen sich unsicher, was die Datenaufbewahrung angeht. „Die Leute nehmen bislang zähneknirschend hin, dass ihre Daten bei Unternehmen liegen, die ihren Hauptsitz in den USA haben“, so Rose. „S-Trust ist ein Angebot der Sparkassen, auf die seit Jahrzehnten Verlass ist und die auch noch morgen hier an Ort und Stelle sind.“

Und das zählt: Mehr als die Hälfte der Nutzer würden es sich durchaus etwas kosten lassen, wenn ihre Daten im Land bleiben, hat die Strato-Studie ergeben.

Bei Kevin Viet, Spezialist im Team Bildungsmanagement der Sparkasse Hannover, rannte der DSV mit S-Trust offene Türen ein. Das Institut in der niedersächsischen Landeshauptstadt zählte wie die Berliner Kollegen zu den Pilotsparkassen und konnte 950 Test-User für S-Trust gewinnen. „Ich habe die App von der ersten Stunde der Pilotphase an live ausprobiert“, erinnert sich Viet. Der Passwort-Manager begeistert ihn dabei am meisten. 

„Ich muss zugeben, dass ich anfangs etwas skeptisch war“, sagt der Spezialist. „Aber jetzt finde ich diese Funktion richtig klasse. Apple und Google Chrome bekommen von mir kein Passwort mehr.“ In einigen Sparkassen kam sogar die Überlegung auf, S-Trust als allgemeinen Passwortmanager einzusetzen.

Wertvolle Leistungen

Komfortables Passwortmanagement, Verträge und Rechnungen am passenden Platz ablegen, einen Notfallordner anlegen, Dateien in einem Teamsafe mit anderen teilen, das alles ganz einfach und dazu noch ISO-27001-zertifizierte Sicherheit – die Liste der Features von S-Trust ist lang und wird ausgebaut. Und die Anwendungen lassen sich von überall auf der Welt per Smartphone, Tablet oder PC aufrufen. 

Das kommt bei den Nutzern gut an, wie eine Umfrage unter den zum Befragungszeitpunkt mehr als 4000 Testnutzern der fünf Pilotsparkassen ergab. Rund 92 Prozent der Nutzer würden S-Trust Freunden und Verwandten empfehlen, ähnlich viele nennen die Digitallösung interessant und finden, dass sie zur Sparkasse passt. 

Kunden-Feedback macht Lust auf mehr

In Hannover, wo man eine Zwischenauswertung der eigenen Testnutzer gemacht hat, kommt man ebenfalls auf hohe Zufriedenheitswerte. „94 Prozent der Nutzer finden die Idee von S-Trust gut“, berichtet Kevin Viet. Er ist gespannt, wie sich S-Trust weiterentwickelt. „Es gibt einige Ausbaustufen, von denen wir uns einiges versprechen. Dazu gehört der digitale Nachlass, der bis zum Herbst kommt“, berichtet er.

Sehr positiv sind auch die Umfrageergebnisse der Sparkasse Bremen, einer weiteren Pilotsparkasse. „Über 90 Prozent unserer Kunden geben an, dass sie S-Trust weiterhin nutzen werden“, berichtet Claas Wilhelmi, Spezialist Projekte im Kernteam Digitalisierung der Sparkasse Bremen. „Dieses Feedback gibt uns auf jeden Fall Rückenwind.

Die Kundinnen und Kunden schätzen insbesondere die Sicherheit und Vertraulichkeit, die sie mit S-Trust verbinden.“ Gerade mit diesen beiden Kernwerten ist für Claas Wilhelmi ein wichtiger Punkt angesprochen: „Eine digitale Lösung muss zu unserem Haus und unserer Marke passen. Beide Kriterien erfüllt S-Trust voll und ganz.“ 

Quelle: Sparkassen-Finanzportal; Befragung von S-Trust-Pilottestern im Mai 2020

Kritik haben die Testnutzer bisher kaum geäußert. Auch nicht über die meinungsfreudigen sozialen Medien, auf denen die Berliner Sparkasse S-Trust bekannt gemacht hat. „In den sozialen Medien sind Kritiker oftmals lauter als Befürworter, wir nehmen aber vor allem Neugier wahr“, sagt Innovationsreferent Rolf Burkart. „Wir wurden online etwa gefragt, ob die Sparkassen oder Dritte an die Daten der User kommen können. Da konnten wir für Aufklärung sorgen – das ist nicht der Fall.“ 

Von Kapitalmarkt und Zinsen unabhängige Erträge

Die Pilotsparkassen gaben zudem wesentlichen Input zum Preismodell von S-Trust. So wird den Kunden mit einer kostenlosen Basisversion der Einstieg schmackhaft gemacht. Diese Fassung bietet einen Speicherplatz von 100 Megabyte und kann 50 Passwörter speichern. Leistungsstärker sind die kostenpflichtigen Varianten, die deutlich mehr Speicher in der Cloud beinhalten.    

Informationen zum Preismodell unter s-trust.de 

„Mit S-Trust kann ich Dokumente speichern und verwalten, die mir wirklich wichtig sind. Wenn ich die Gewissheit habe, dass diese Dokumente absolut sicher abgespeichert sind, nicht kaputt oder verloren gehen und ich immer darauf zugreifen kann, dann ist ein kleiner Beitrag dafür gerechtfertigt“, sagt Rose. Das sehen auch die Testnutzer so: Eine Befragung hat ergeben, dass die Preise rundweg Akzeptanz finden.

Geringes Entgelt, gute Erträge

Sparkassen, die S-Trust gemeinsam mit der DSV-Gruppe bei ihren Kunden vermarkten wollen, werden an den Erlösen beteiligt. Sie müssen lediglich ein geringes Basisentgelt bezahlen, das schon mit einer kleinen Anzahl von Accounts refinanziert ist. „Die Sparkassen sollen vom ersten Tag an mitverdienen“, erklärt Rose. Noch dazu seien das vom Kapitalmarkt und den Zinsen unabhängige Erträge, an denen Sparkassen mehr denn je gelegen ist.

Und wie schätzen die Pilotsparkassen das Potenzial ein, mit S-Trust Geld zu verdienen? „Sehr hoch“, versichert Claas Wilhelmi von der Sparkasse Bremen. „Vielleicht nicht direkt ab heute, aber selbst mit einer vorsichtigen Kalkulation in Bezug auf die Nutzerzahlen zeichnet sich für uns bereits im nächsten Jahr ein positiver Beitrag ab.“ 

Kunden besser binden und gewinnen

„Das Potenzial ist da, auch gerade mit der Preisstruktur, die im Raum steht“, stimmt Kevin Viet von der Sparkasse Hannover zu. Doch um den finanziellen Ertrag geht es Kevin Viet gar nicht einmal in erster Linie. „S-Trust ist eine Anwendung, die den Nutzer täglich begleitet“, sagt der Mitarbeiter der Sparkasse Hannover. „In dieser Kundenbindung und der Chance, neue Kunden zu gewinnen, die vielleicht noch kein Konto bei uns haben, aber die Funktionen von S-Trust gut finden, sehe ich den entscheidenden Mehrwert.“

Claas Wilhelmi ergänzt, dass den digitalen Lösungen auf jeden Fall die Zukunft gehöre. „Wir haben gerade in der Coronazeit gemerkt, dass sich diese Tendenz nochmals verstärkt hat – sowohl bei der Arbeit als auch im privaten Bereich.“ Deswegen sei man für Entwicklungen wie S-Trust sehr offen.

100.000 Nutzer bis zum Jahresende

Neben den fünf Pilotsparkassen laufen aktuell Gespräche mit gut zwei Dutzend weiteren Instituten. Bei so viel positiver Resonanz ist Rose optimistisch für die Startphase: „100.000 Nutzer bis Jahresende sind ein realistisches Ziel.“

Aktuell gibt es ein besonderes Angebot für alle Sparkassenmitarbeiter, ihre Kunden und weitere Interessenten: Bis zum 1. September 2020 können sie Pro, Silber und Gold kostenlos ausprobieren, um sich für ihren Favoriten zu entscheiden.
 

Thomas Stoll, DSV-Gruppe
– 8. Juli 2020