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Sparkasse Schweinfurt-Haßberge
Corona beschleunigt Filialstraffung
Die Pandemie verstärkt den Trend zu digitalen Dienstleistungen, die EZB-Zinspolitik drückt auf das Ergebnis: Die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge schließt 14 Geschäftsstellen.

Seit Jahren beobachtet man auch in Unterfranken eine stark sinkende Kundenfrequenz bei Services in den Filialen. Die Kunden fragen stattdessen verstärkt digitale Dienstleistungen und Zahlungsverkehrslösungen nach. Die Coronapandemie habe diese Entwicklungen nun noch einmal verstärkt, so eine Pressemitteilung der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge.

Darüber hinaus ist durch die langjährige Niedrig- und Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank der Zinsüberschuss und damit die Hauptertragsquelle für Sparkassen spürbar rückläufig. Hieraus resultiert zusätzlich ein gestiegener Kostendruck.

Um das Haus langfristig betriebswirtschaftlich leistungsfähig zu erhalten, sei es wichtig, die Auswirkungen der veränderten Rahmenbedingungen systematisch zu untersuchen und auf Basis von detaillierten Marktforschungsdaten die bestehenden Strukturen zu optimieren.

Kleinstfilialen werden nicht mehr öffnen

Deshalb werde man sich auf Standorte konzentrieren, die ausreichend Kundenfrequenz verzeichnen. Die derzeit geschlossenen Kleinstfilialen Augustinum, Eßleben, Greßthal, Hesselbach, Oberwerrn, Sulzheim und Wipfeld (unser Bild zeigt die Mainfähre) werden nicht mehr öffnen, auch ihre Selbstbedienungsbereiche werden ab Ende September nicht mehr zur Verfügung stehen. Zwei weitere Filialen werden als SB-Standorte fortgeführt. Die fahrbare Filiale wird man nicht mehr in Betrieb nehmen.

In einem weiteren Schritt werden im Verlauf des Jahres 2021 die Filialen Deutschhof, Gartenstadt, Geldersheim, Oberschwarzach, Obertheres, Röthlein und Segnitzstraße mit bestehenden Filialen gebündelt. „Dieser Schritt fällt uns nicht leicht“, heißt es vonseiten der Sparkasse.

Keine betriebsbedingten Kündigungen

Die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge wird in der Region weiterhin an über 40 Standorten mit Filialen und SB-Angebot vertreten sein. Die Kunden sollen weiter von ihren vertrauten Beratern betreut werden. Es wird im Rahmen der Filialschließungen keine betriebsbedingten Kündigungen geben.
 

28. Juli 2020