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Technik / Remote Working
So geht Arbeit unterwegs
Viele Mitarbeiter möchten überall auf ihre gewohnten Systeme und Programme zugreifen, nicht nur im Büro oder zu Hause. Die Finanz Informatik bietet dafür viele Möglichkeiten.

Auch unterwegs brauchen viele Mitarbeiter ihre gewohnte Technik- und Programmunterstützung – das ist nicht erst seit der Corona-Pandemie ein wichtiges Thema. Die Finanz Informatik (FI) hat frühzeitig Voraussetzungen dafür geschaffen und die technische Entwicklung forciert, damit Sparkassen die Infrastruktur für mobiles Arbeiten und Remote Working nutzen können.

Lösungen sind vor allem seit dem Frühjahr 2020 stark nachgefragt. Sicherheit, Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit stehen im Vordergrund. Wenn Mitarbeiter nicht im Institut arbeiten, brauchen sie vor allem einen sicheren Systemzugang. Die FI-Anwendung Seva bietet eine sichere Einwahl ins System. Ein individuelles Passwort und eine per Token kryptographisch generierte Zufallszahl schützen vor unberechtigten Zugriffen.

Hardware- und Software-Token kommen dabei zum Einsatz. Die Software-Token sind App-basiert und können ausschließlich auf von der FI gewarteten Endgeräten genutzt werden. Die Anzahl der von der FI ausgegebenen Token stieg im Corona-Jahr 2020 um 150 Prozent, zurzeit liegt sie bei etwa 120.000.

Telefonie- und Netzwerklösungen wachsen zusammen

Ein weiteres zentrales Thema ist die Erreichbarkeit. Die Kommunikationslösung für Sparkassen heißt OSPlus-Telefonie. Was sind die Vorteile? Die Häuser können ihre bisher genutzte dezentrale Infrastruktur deutlich reduzieren, und es gibt ein zentrales Management bei Störungen und Problemen. Zudem stehen nach Integration von OSPlus-Telefonie in Office_neo auch Tischtelefonsteuerung, Statusanzeigen bei aktivem Call, Click-to-Dial-Optionen und Telefonnummernerkennung zur Verfügung.

Sparkassenmitarbeiter beim Remote Working wollen oft auch über ihre Instituts-Festnetznummer für Kunden und Kollegen erreichbar sein. Dafür hat die FI Mobility Pro entwickelt. Die Anwendung verbindet über eine App Tablets oder Smartphones mit der Telefonanlage im Institut. Anrufer sehen im Display ihres Telefons nur die offizielle, oft schon bekannte Telefonnummer ihres Beraters, nicht die Mobilnummer des genutzten Geräts. Für viele Berater und Kunden ist das wichtig.

DSGV-Projekt Mobiles Arbeiten bietet strategische Unterstützung

Mobility Pro bietet Zugriff auf alle dienstlichen Kontaktdaten und den Kalender. Die Anwendung unterstützt Mitarbeiter individuell, aber auch das Personal von Kunden-, Service- oder Beratungs-Centern kann beim mobilen Arbeiten sicher und flexibel auf die Anwendungen zurückgreifen.

Mitarbeiter können heute zwar theoretisch an jedem beliebigen Ort arbeiten, aber die Institute nutzen Remote Working in unterschiedlicher Form und Ausprägung. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat im Projekt Mobiles Arbeiten praxisnahe Umsetzungshilfen bereitgestellt. Viele Häuser haben die zukunftsfähigen Konzepte weiterentwickelt und in ihre Strategie mit aufgenommen.

Marcel Schürmann, Finanz Informatik (Bild oben: dpa)
– 13. August 2021