Zurück
Anlage
Finanzpaket erhöht Edelmetallnachfrage
Die Einigung auf das größte Finanzpaket in der EU-Geschichte im Kampf gegen die Coronakrise lässt Gold- und Silberpreis weiter steigen.

Der Goldpreis schoss auf den höchsten Stand seit neun Jahren und lag im Handelsverlauf ein Prozent höher bei 1833 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Die Konjunkturhilfen in nie dagewesener Höhe treiben die Erwartungen einer höheren Inflation, wogegen sich Anleger absichern wollen, sagen Analysten. Gold profitiere von breit angelegten Hilfen, da das Edelmetall als eine Absicherung gegen steigende Preise und Währungsabwertungen angesehen werde.

„Silber kann in diesem Fahrwasser auch deutlich zulegen und durchbricht zum ersten Mal seit 2016 die psychologisch wichtige 20-Dollar-Grenze“, erläuterte Experte Alexander Zumpfe vom Edelmetallhändler Heraeus. „Hinzu kommt, dass Silber der Wertentwicklung des Goldpreises im laufenden Jahr immer noch hinterherläuft.“

Goldpreis stieg in diesem Jahr schon um 20 Prozent

Außerdem steige die Hoffnung auf eine wieder anziehende Nachfrage der Industrie. Die weiter steigenden Zahlen an mit dem Coronavirus Infizierten in den USA und anderen Ländern sorgen zudem weiterhin für Unsicherheit.

Die Zweifel an einer Konjunkturerholung lassen Anleger bei als sichere Häfen angesehenen Anlagen zugreifen. Dies bescherte dem Goldpreis in diesem Jahr bereits einen Anstieg von rund 20 Prozent. (rtr)

21. Juli 2020