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Bundesbank
Blockchain und Zahlungsverkehr passen zusammen
Elektronische Wertpapiere in einem Blockchain-System lassen sich auch im herkömmlichen Zahlungsverkehr abwickeln, sagen Bundesbank-Experten nach Testläufen mit mehreren internationalen Geldhäusern.

Bundesbank, Deutsche Börse und die Finanzagentur des Bundes haben zusammen mit mehreren internationalen Großbanken ein neues Verfahren zur Abwicklung von digitalen Anleihekäufen getestet, teilt die Bundesbank mit. Der Probelauf sei erfolgreich gewesen.

Der Test zeige, dass zwischen dem herkömmlichen Zahlungsverkehr und Blockchain-Technik ein Brückenschlag möglich sei. An dem Test nahmen die Geldhäuser Barclays, Citibank, Commerzbank, DZ Bank, Goldman Sachs und Société Générale teil.

Im Test begab die Finanzagentur des Bundes eine elektronische Bundesanleihe auf einem Blockchain-System. Bei der Abwicklung der Käufe wurde eine eigens geschaffene Schnittstelle zwischen Blockchain-Verfahren und herkömmlichem Zahlungsverkehr genutzt. Wertpapiere und Zentralbankgeld wechseln erst dann den Besitzer, wenn zuvor alle Beteiligten die Transaktion bestätigt haben. So soll das Ausfallsriskiko für Käufer und Verkäufer begrenzt bleiben.

Derzeit suchen viele Notenbanken und Unternehmen aus der Privatwirtschaft nach Lösungen, wie sich die Blockchain-Technik für die Abwicklung von Wertpapieren nutzen lässt. Beispielsweise ein Kooperationsprojekt von Bundesbank und Deutscher Börse dauert seit fünf Jahren. (rtr)

24. März 2021