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Europäischer Payment-Markt
Sparkassen engagieren sich
In Europa soll ein stärkerer, gemeinsamer Payment-Markt entstehen. Kreditinstitute und Abwickler tun sich dafür zusammen. Die Sparkassen sind eine treibende Kraft in der European Payments Initiative.

Der europäische Zahlungsverkehrsmarkt ist in den letzten Jahren schon spürbar zusammengewachsen. Die Einführung von Sepa, ein europäisches Clearing-Verfahren und Instant Payments waren dazu wichtige Schritte.

Doch im Alltag der Menschen dominieren nationale Bezahlverfahren oder Angebote globaler Unternehmen. Eine gemeinschaftliche europäische Alternative gibt es bisher nicht. Die Europäische Kommission will das ändern und sucht dazu Unterstützung aus der Finanzwirtschaft.

Die Sparkassen sind dabei ein gefragter Partner, da sie alle relevanten Bezahlarten anbieten, über eine gute technische Infrastruktur verfügen und breite Zielgruppen erreichen. Die Sparkassen-Finanzgruppe ist daher eine treibende Kraft in der European Payments Initiative (EPI), in der zunächst 16 Banken aus fünf Ländern – Belgien, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Spanien – zusammenarbeiten wollen. 

Das Ziel von EPI ist nach eigenen Angaben „eine gemeinschaftliche, innovative, europaweite Zahlungsverkehrslösung zu schaffen“. Sie soll die bestehende Instant-Payments-Infrastruktur weiterführen und ein kartenbasiertes Angebot, eine digitale Wallet und P2P-Zahlungsverkehrslösungen umfassen. 

Den Vorsitz der vorläufigen Betreibergesellschaft übernimmt Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands. Damit unterstreichen die Sparkassen ihren technologischen Anspruch, gemeinsam mit anderen neue Standards im Zahlungsverkehrsmarkt für Verbraucher und Händler marktreif zu entwickeln. 

Anke Bunz
– 26. November 2020