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Agenturwechsel / Mediennutzung
Medienverhalten verändert die Kommunikation
Die Mediennutzung in Deutschland steckt in einem tiefgreifenden Umbruch. Klassische Medien wie Fernsehen, Radio und Zeitungen werden weniger genutzt, dafür wächst der Zuspruch für digitale und soziale Medien.

Im vergangenen Jahr haben laut dem Statistikportal Statista an einem regulären Wochentag noch knapp mehr als zwei Drittel der Deutschen den Fernseher eingeschaltet. Doch dies ist der niedrigste Wert seit 2010. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen schaut jeder Vierte bereits überhaupt kein TV mehr. Zudem sinkt die Sehdauer seit zehn Jahren ebenfalls kontinuierlich, besonders drastisch bei Jugendlichen und Kindern.

Noch drastischer als im Fernsehbereich sinkt die Auflage deutscher Tageszeitungen. Lag die Gesamtauflage der täglichen Printmedien im Jahr 1991 noch bei 27,3 Millionen, waren es 2019 noch 13,5 Millionen. Und nicht nur die Auflage hat sich halbiert: Die Zahl der unterschiedlichen Tageszeitungen sank im selben Zeitraum von 158 auf 114.

Nutzungsdauer von TV und Radio sinkt – Inhalte im Internet gefragt

Im Bereich des Hörfunks ist die Entwicklung weniger dramatisch. Die entscheidende Veränderung geschah hier auf der Angebotsseite. Gab es im Jahr 1987 laut Statista 44 Radiosender in Deutschland, sind es heute 449. 

Doch insgesamt heißt es seitens des Statistikportals recht nüchtern: Die Nutzungsdauer von Fernsehen und Radio ist seit 2014 gesunken, während die Nutzungsdauer des inhaltlich genutzten Internets im selben Zeitraum von 61 auf 101 Minuten stieg.

Die Erklärung ist einfach. Die Zahl der Smartphone-Besitzer und die Zahl der Laptops und Tablets ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Mehr als neun von zehn Bundesbürgern haben mittels mobiler Geräte Zugriff auf digitale Kanäle und soziale Medien.

 

Die Ansprüche der Nutzer haben sich stark verändert.

 

Mehr Individualisierung möglich

Die Möglichkeiten dieser Medienkanäle verändert wiederum den Anspruch der Nutzer. In einer Nielsen-Studie zur Mediennutzung in Deutschland aus dem Jahr 2019 fordern 70 Prozent der Kunden von Unternehmen mehr Individualisierung. „Ich erwarte von Anbietern, dass sie das Engagement an meine Bedürfnisse anpassen.“

 

Das veränderte Umfeld verändert auch die Ansprüche an die GSK.

 

Die Rolle, wie Unternehmen kommunizieren, prägt auch ihr Image. Aus Sicht der Kunden hat dies eine mindestens ebenso große Bedeutung wie die Produkte oder Dienstleistungen. „Die Erfahrung, die ein Unternehmen bietet, ist genauso wichtig wie seine Produkte oder Dienstleistungen.“ Eine Aussage, der 80 Prozent der befragten Menschen zustimmen.

Neue Kundenerwartungen und eine veränderte Mediennutzung erfordern neue Rezepte und Konzepte seitens der Unternehmen und der Kommunikations- und Werbeagenturen. Der Ansatz der Sparkassen, nun mit Scholz & Friends ab 2021 die Markenidee der Sparkassen in einer übergeordneten kommunikativen Klammer über alle Medienkanäle hinweg darzustellen, ist daher eine logische Konsequenz.

11. September 2020