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Hochwasserkatastrophe / Versicherung
Vorschuss und Handwerkerhilfe
Der VKB-Konzern leistet für Hochwassergeschädigte in Bayern und in der Pfalz schnelle Hilfe vor Ort. Der Schaden-Aufwand liege zwischen 150 und 225 Millionen Euro.

Seit Mitte Juni reißt die extreme Unwetterserie mit gewaltigen Überschwemmungen, Erdrutschen, Sturm und schwerem Hagel nicht ab. Jetzt gelte es, die betroffenen Kunden bei der Beseitigung der Schäden zu unterstützen und ihnen rasch Hilfe zur Rückkehr in ein möglichst normales Leben zuteilwerden zu lassen. „Als Regionalversicherer sind wir nah an unseren Kundinnen und Kunden dran und lösen unser Service-Versprechen ein“, sagt Christian Krams, Leiter Konzern Schaden.

 


"2021 wird eines der schadenintensivsten Jahre." 

Christian Krams, Konzernleiter Schaden.


Um die ersten Sorgen und Nöte zu lindern, überweise der Konzern Versicherungskammer (VKB) Vorschusszahlungen, etwa für temporäre Unterbringungen und erste Aufräumarbeiten. Außenregulierer der Versicherungskammer arbeiten Hochtouren in den stark getroffenen Ortschaften, ermitteln das individuelle Schadenausmaß und stimmen mit den Geschädigten die anstehenden Wiederaufbaumaßnahmen ab.

Die Schäden werden in Abstimmung mit den benötigten Gewerken reguliert, hier greife die VKB auf ihr eigenes Handwerkernetz zurück. Für Autos seien Sammeltermine zur Begutachtung organisiert und die Fahrzeuge in das eigene Kfz-Werkstattnetz eingesteuert worden.

Amphibienfahrzeug für künftige Überschwemmungen

Die Versicherungskammer unterstützt die Feuerwehren in Bayern und der Pfalz durch die Bereitstellung von Notdächern. Sie verhelfen den Betroffenen in dieser Situation zu einem provisorischen Dach über dem Kopf und schützen vor weiteren Schäden. 

Den Feuerwehren gespendete Tauchpumpen und Schwimmsauger ermöglichten ein rasches Auspumpen von Kellern. Für die bayerischen Feuerwehren werde kurzfristig ein Amphibienfahrzeug angeschafft, um auf kommende Überschwemmungen noch besser vorbereitet zu sein.

 

Notunterkunft in einer Sporthalle in Deggendorf bei München. Die VKB hilft Betroffenen der Hochwasserkatastrophe mit Notdächern und stellt der Feuerwehr Technik zur Verfügung.

40.000 bis 50.000 Schäden erwartet

Der größte öffentliche Versicherer rechnet nach den Unwettern seit dem 20. Juni in Summe mit einem Schadenaufwand von 150 bis 225 Millionen Euro  (Stand Ende Juli) und mit insgesamt 40.000 bis 50.000 Schäden. Bisher seien bereits etwa 500 Großschäden gemeldet worden. Das jüngste Starkregenereignis im Landkreis Rosenheim, insbesondere in Halfing am 28. Juli, sei in diesen Zahlen noch nicht enthalten.

2021 werde eines der schadenintensivsten Jahre, sagt Christian Krams, Konzernleiter der Schadensparte. „Auch wenn derartige Unwetterserien niemals vorhersagbar sind, haben wir uns in den vergangenen Jahren systematisch auf derartige Extremsituationen vorbereitet und greifen nun auf die bewährte Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen und unseren Handwerkspartnern zurück“, so Krams.

Nur 38 Prozent der Häuser in Bayern versichert

Während in Deutschland 46 Prozent aller Gebäude mit einer Elementarschadenversicherung abgesichert sind, haben nach VKB-Angaben in Bayern bislang nur rund 38 Prozent der Häuser diesen Schutz gegen Naturgefahren. Das bedeutet, dass mehr als jeder zweite Immobilienbesitzer in Bayern sich nicht auf die Unterstützung einer Versicherung im Schadenfall verlassen kann. 

Dabei werde von der Versicherungskammer in einem Beratungsgespräch eine Elementarschadenversicherung immer als Ergänzung zu einer Gebäude- und Hausratversicherung mit angeboten. Sie schütze vor Schäden aus Überschwemmungen durch Starkregen oder Hochwasser, Schneedruck, Erdbeben, Erdrutsch oder Lawinen.

Kurz nach einer Naturkatastrophe wie im Moment sei die Aufmerksamkeit für derartige Geschehnisse hoch. Auch aktuell erkenne die Versicherungskammer verstärktes Interesse an der Elementarschadenversicherung und empfehle, jetzt den Versicherungsschutz zu überprüfen.

99,2 Prozent der Gebäude versicherbar

Allein im Monat Juli verzeichnete die Versicherungskammer Bayern so viel Anfragen und Beratungsangebote zur Elementarversicherung wie sonst in einem ganzen Jahr. Nach dem Zonierungssystem ZÜRS der Versicherungswirtschaft sind 99,2 Prozent der Gebäude gegen Naturgefahren ohne weitere Prüfung zu bezahlbaren Prämien versicherbar.

(Bild oben: GDV)
– 2. August 2021