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Imagepflege
Mitarbeiter werden Markenbotschafter
Der Konzern Versicherungskammer qualifiziert und fördert Mitarbeiter des eigenen Hauses, die sich in sozialen Medien über fachliche Themen austauschen. Das Unternehmen möchte als persönlicher wahrgenommen werden und erhofft sich Imagegewinne.

Die Posts in den sozialen Medien ausgewählter Mitarbeiter sollen die interne Kommunikation des Konzerns authentischer und persönlicher machen, teilt das Unternehmen mit. Corporate Influencer seien „ein wichtiger Kommunikations- und Kontaktpunkt“.

Das eigene Personal sei nicht nur „Sprachrohr des Unternehmens“, sondern trage auch Meinungen und Eindrücke von außen in das Unternehmen hinein. Deshalb sollen die Beiträge der Mitarbeiter künftig auch im konzerneigenen Intranet sichtbar sein, teilt die Versicherungskammer mit. 

Keine Vorgaben bei den Inhalten

Die Teilnahme am Programm ist freiwillig. Die Corporate Influencer entschieden sich in der Regel für ein Thema und einen Mediakanal. Konzernvorgaben zu Inhalten oder Frequenzen der Posts gebe es nicht.

20 Konzernangestellte hatten anfangs Interesse an einer Corporate-Influencer-Tätigkeit bekundet und sich über Details informiert. Die Interessenten durchliefen einen mehrstufigen Auswahl- und Qualifikationsprozess und treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch.

Nach der ersten Qualifikationsrunde veröffentlichen Mitarbeiter aus verschiedenen Unternehmensbereichen auf ihren eigenen Mediakanälen Posts zu den Themen Versicherungen, New Work, Personalentwicklung und Customer Experience.

Claudia Scheerer, Pressesprecherin Konzern Versicherungskammer: „Unsere Corporate Influencer tragen mit ihrem Know-how und ihren Erfahrungen dazu bei, unser positives Unternehmensimage noch weiterzuverbreiten.“

 „Als Corporate Influencer sehe ich eine gute Möglichkeit, mich in den sozialen Netzwerken mit Menschen aus meinem Fachbereich zu vernetzen, die mich in meiner täglichen Arbeit inspirieren können“, sagt beispielsweise Customer-Experience-Consultant Frank Pöhlmann, der auf der Plattform LinkedIn agiert. Darüber hinaus tausche er sich mit seiner Community über Fachwissen aus und zeige, welche Projekte die Versicherungskammer bei der Kundenzentrierung angehe, erklärt Pöhlmann.

Konzern-Pressesprecherin Claudia Scheerer zeigt sich erfreut, dass Mitarbeiter ihre Expertise einbringen und künftig als Botschafter des Unternehmens sichtbar werden können: „Unsere Corporate Influencer tragen mit ihrem Know-how und ihren Erfahrungen dazu bei, unser positives Unternehmensimage noch weiterzuverbreiten“, so Scheerer.

Corporate Influencer gewinnen an Bedeutung

Corporate Influencer spielen in der Social-Media-Kommunikation von Unternehmen mittlerweile eine große Rolle. Viele Firmen setzen ihre Belegschaft als Markenbotschafter ein. Die Mitarbeiter wirken authentisch und kommen damit gut an. Dass eigene Mitarbeiter als Botschafter auftreten, ist beispielsweise ein Teil des sogenannten Nachbarschaftskonzepts der Haspa.

13. Januar 2021

Sönke S.

Mitarbeiter werden (!) Markenbotschafter, ....Corporate Influencer? .... tolles Engagement, aber sollte / müsste es nicht eigentlich auch heute schon selbstverständlich sein, dass man in sozialen Netzwerken „Partei ergreift“, ....sofern sachlich diskutiert wird?

Isabella K.

Hallo Sönke S.,
danke für Ihre Anfrage. Das ist grundsätzlich richtig. Alle Mitarbeitenden aus dem Konzern Versicherungskammer dürfen sich natürlich über Ihren Arbeitgeber in den sozialen Netzwerken äußern, unabhängig ob sie Corporate Influencer sind oder nicht. Beim Corporate Influencer Programm geht es uns darum, Kolleg*innen konkret zu schulen, dass sie sich als Expert*innen in ihrem Fachgebiet in Social Media positionieren und dies eigenverantwortlich und eigeninitiativ tun. Außerdem bieten wir aus der Unternehmenskommunikation den Teilnehmenden Unterstützung bei Fragen aller Art im Bereich Social Media an und schulen hinsichtlich rechtlicher und datenschutztechnischer Grundlagen. Darüber hinaus stellen wir mit dem Programm eine Community her, in der Kolleg*innen gegenseitig voneinander lernen und sich untereinander technisch und medial unterstützen. Viele Grüße, Isabella Kratzer von der Unternehmenskommunikation der Versicherungskammer