Zurück
Kundenservice
Bio-Eier jetzt auch in der Filiale Limbach-Oberfrohna
Die Sparkasse Chemnitz nimmt in einer weiteren Geschäftsstelle einen Automaten für Bio-Eier und andere landwirtschaftliche Produkte in Betrieb. Damit biete das Geldinstitut Zusatzservice und fördere regional-nachhaltige Erzeuger, sagt Vorstandschef Michael Kreuzkamp (Foto). Weitere Sparkassen interessieren sich für das Konzept.

„Unser Ziel ist es, Kunden und Anwohnern innovative Mehrwerte in den Filialen zu bieten“, sagt Michael Kreuzkamp, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Chemnitz. Das sächsische Institut ist die erste Sparkasse, die in jetzt zwei Filialen rund um die Uhr Bioprodukte aus Automaten anbietet.

„Da das Pilotprojekt nachhaltige Landwirtschaft mit innovativen Serviceleistungen verbindet, prüfen bereits verschiedene Sparkassen deutschlandweit ähnliche Möglichkeiten“, sagt Kreuzkamp.

Im vergangenen Jahr hatte das Geldinstitut den ersten Eierautomaten im Moritzhof der Sparkasse in Chemnitz aufgestellt. Seitdem wurden dort 55.000 Bio-Eier gekauft, pro Woche rund 700 Stück: „Diese hohe Zahl zeigt, dass diese besondere Serviceleistung sehr gut von unseren Kunden angenommen wird“, so Kreuzkamp.

Der neue Automat wird eingeweiht. Das mediale und öffentliche Interesse an der Initiative der Sparkasse ist groß.

Der Eierautomat in der Geschäftsstelle Moritzhof hat bereits für hohe mediale Aufmerksamkeit gesorgt und war unter anderem Gegenstand der Quiz-Sendung „Genial daneben“ im Fernsehsender SAT.1 und Thema einer ARD-Fernsehproduktion. 

Sparkasse Chemnitz produziert Film für Verbundpräsentationen

Sven Mücklich, Sprecher der Sparkasse Chemnitz erklärt gegenüber der SparkassenZeitung: „Drei weitere Sparkassen aus drei Bundesländern interessieren sich für unser Konzept. Zusätzlich produzieren wir mit einem regionalen Medienunternehmen in Kürze einen Film über unser Automatenprojekt, den wir in der Sparkassen-Finanzgruppe zeigen können.“

Den Eierautomaten in der Sparkassenfiliale Am Markt 11 in Limbach-Oberfrohna betreibt die Landwirtin Sarah Kretzschmar. Sie wird ihn wöchentlich mehrmals mit Biowaren aus der Region auffüllen, mit Eiern, Fruchtaufstrichen, Wurst- und Milchprodukten. Auf dem Gelände des Familienbetriebs leben etwa 2000 Hennen.

Michael Kreuzkamp, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Chemnitz, mit Landwirtin Sarah Kretzschmar, die den Automaten regelmäßig mit frischer Ware beliefert.

„Unsere Eier kommen von Hühnern, die auf unserem Biohof, wenige Kilometer von Limbach-Oberfrohna entfernt, leben und ausschließlich regionales Biofutter erhalten“, sagt die Eigentümerin des 1990 in Gersdorf gegründeten Familienbetriebs. Mit Direktverkauf und kurzen Transportwegen könne der Biohof dank der Sparkasse Kosten sparen. „Diese Ersparnis geben wir an unsere Kunden in Form von niedrigeren Preisen weiter“, sagt Kretschmar.

Ähnlich wie bei Getränkeautomaten befinden sich in dem Gerät verschiedene Fächer mit Packungen in unterschiedlichen Größen. Ein Fahrstuhl transportiert Packung und Inhalt sicher zum Ausgabefach. Der Automat steuert die optimale Lagertemperatur mithilfe einer eingebauten Kühl- und Heizanlage.

Per QR-Code auf dem Ei zur Sparkasse

Mit einem kleinen Unternehmen aus der Region testet das Institut ein Verfahren zum Bedrucken der Eier mit einem QR-Code. Den können die Käufer der Bio-Eier mit einer App abscannen und sehen dann Informationen oder Werbebotschaften der Sparkasse.

„Wir wollen unseren Kunden mit unseren innovativen Services und neuen Ideen begeistern. Davon profitiert auch unser Image“, zeigt sich Mücklich überzeugt. Ein Cent pro Ei mit aufgedruckten QR-Code wird an ein gemeinnütziges Projekt in der Region gespendet.

Eier mit Aufdruck der Sparkasse zum Einscannen
31. Juli 2020