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Social Media / Kommentar
Erstkontakt leicht gemacht
Sparkassen müssen junge Leute dort ansprechen, wo sie sich aufhalten – auch wenn das immer wieder woanders ist.

Beginnen wir mit der Bibel. Auch ein nachhaltiges Werk. Jahrtausende alt, aber für viele immer noch sinnstiftend.  Hat man ein besonders dickes Exemplar, fotogen in abgegriffenes Leder gefasst, komplett mit Keltenkreuz und seit 127 Jahren in Familienbesitz, kann man sie – wie Joe Biden – auch zum Amtseid benutzen. Für einen Erstkontakt mit der Heiligen Schrift eignet sich eine solche Ausgabe weniger. Zu diesem Zweck ist jetzt die „Basisbibel“ erschienen.

Diese neue deutsche Bibelübersetzung berücksichtigt das Leseverhalten unserer Zeit, das von Messenger-Diensten und Social Media geprägt ist. Kurze Sätze, klare Sprache, modernes Design – und für das Lesen am Bildschirm konzipiert, wie die Deutsche Bibelgesellschaft informiert.

Alte Ideen neu aufbereiten

Auch die Sparkassen arbeiten schon seit Langem nachhaltig und sinnstiftend. Auch sie stehen vor der Aufgabe, ihre Grundideen und ihr Geschäftsmodell immer wieder neu für einen Erstkontakt aufzubereiten. Hier gilt es, den Nachwuchs an potenziellen Kunden und Mitarbeitern dort zu treffen, wo er sich aufhält – auch, wenn das immer neue Kanäle sind.

Die Sparkasse Allgäu führt erfolgreich Praktika per Whatsapp durch, als ganz niedrigschwellige Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit Schülern. Erste Häuser zeigen sich bereits auf Tiktok. Seit Neuestem werben Influencer auf diesem Portal der Videoschnipsel für eine Ausbildung bei der Sparkasse. Bunt, schnell, mit Mickey-Mouse-Stimme und viel Ironie. Ob das ankommt? Anderthalb Millionen Klicks und Hunderttausende von Herzchen als Zeichen der Zuneigung beweisen es.  

Silvia Besner
– 27. Januar 2021