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Altersversorgung
Blick in die Medien 28. Juli 2020
Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ muss die Sparkassen-Finanzgruppe ein Loch von 280 Millionen Euro in der Bilanz der Sparkassen-Pensionskasse in Köln stopfen.

Pensionskasse: Deka und Versicherer springen ein

Laut Bericht müssen die Anteilseigner mehr als eine Viertelmilliarde Euro aufbringen, damit die betriebliche Altersversorgung von knapp 350.000 Angestellten und Rentnern nicht gefährdet wird. Die Pensionskasse regelt nicht die betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter der Sparkassen, sondern organisiert sie für die Angestellten kleiner und mittelgroßer Firmen. Die Summe bringen je zur Hälfte die Dekabank und 13 Versicherer der Gruppe auf. „Die Schieflage der Sparkassen-Pensionskasse hat ihren Hintergrund nicht in individuellen Management-Fehlern, sondern in den niedrigen Zinsen“, wird ein Insider zitiert. Die 280 Millionen seien aber wohl noch nicht die ganze Rettung, das ökonomische Loch betrage eine Milliarde.

„Dekalaba“: Fondsriese mit Auslandsstrategie

In der „Börsen-Zeitung“ spricht sich der scheidende Chef der Helaba Invest für eine Fusion mit der Dekabank aus. Uwe Trautmann hat vor allem das Fondsgeschäft im Visier: Die Helaba Invest brächte ihr 152 Milliarden Euro umfassendes Geschäft mit institutionellen Anlegern mit, die Dekabank hätte als größerer Partner neben einer ähnlich großen Sparte für institutionelle Investoren auch das Geschäft mit privaten Sparern im Gepäck. Gemeinsam käme eine „Dekalaba“ nach Daten des deutschen Fondsverbands BVI auf ein Wertpapierfondsvermögen von 339 Milliarden Euro. Damit könne man im Ausland gezielt statt nur sporadisch Investoren erreichen.

Euro-Geldmenge wächst rasant

Wie aus Daten der EZB hervorgeht, hat die gelockerte Geldpolitik das Wachstum der Geldmenge im Euroraum beschleunigt, berichten heute verschiedene Medien. So stieg die Geldmenge M3 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,2 Prozent – die höchste Rate seit Sommer 2008. Auch das Wachstum der Geldmenge M1 beschleunigte sich und stieg um 12,6 Prozent.

Konjunktur: Klimaindex steigt, BIP bricht ein

Der Ifo-Geschäftsklimaindex steigt zum dritten Mal in Folge, und auch die Industrie beurteilt ihre Lage nicht mehr so schlecht wie zuvor. Angesichts des extrem tiefen Absturzes sei der Erholungsweg aber noch lang und hänge maßgeblich vom weiteren Infektionsgeschehen ab, so das „Handelsblatt“. Derweil berichtet die Bundesbank über den stärksten Rückgang des BIP seit Beginn der vom Statistischen Bundesamt ab 1970 veröffentlichten vierteljährlichen Zeitreihe, so „Zeit online“. Der Tiefpunkt sei wohl im April erreicht worden, im zweiten Halbjahr dürfte sich die Erholung fortsetzen.

28. Juli 2020