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Filialdichte
In drei Minuten bei der Sparkasse
Die europäischen Banken stehen einer Studie zufolge vor massenhaften Filialschließungen. Was in der Presse für Aufregung sorgt, sieht im Einzelfall weit weniger dramatisch aus.

Bis zu 40 Prozent der aktuellen Zweigstellen könnten in den kommenden zwei Jahren verschwinden, prognostiziert die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Die Corona-Pandemie habe Kunden und Entscheidungsträgern bei den Banken gezeigt, dass drastische Einschnitte möglich seien.

"Im Ringen um Marktanteile und Kundenvolumina werden sich die Geschäftsmodelle von Filial- und Direktbanken zunehmend ähnlicher", erläuterte PwC-Analystin Lisa Schöler. Auch in den vergangenen Jahren hatten Banken viele Standorte geschlossen, allerdings deutlich weniger als nun von PwC vorhergesagt. Von 2016 bis 2019 verringerten sich die Geschäftsstellen der Studie zufolge um vier Prozent pro Jahr, von 2019 auf 2020 um weitere fünf Prozent.

Die Erreichbarkeit von Sparkassenfilialen in Deutschland ist gut, ebenso der digitale Zugang, beruhigt DSGV-Präsident Helmut Schleweis als Reaktion auf Berichte über anstehende Bankfilialschließungen in Europa.

Schnelle Erreichbarkeit der Filialen und meistgenutzte Banking-App

Gerade in Deutschland sollten sich Kunden der Sparkassen deswegen aber nicht unnötig Sorgen machen. "Sparkassen bleiben an der Seite ihrer Kunden", erklärte Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) gestern per Twitter. Er verwies dabei sowohl auf die bequemen digitalen Zugangswege als auch auf die Filialnähe des Marktführers. Die Sparkassen-App sei mit elf Millionen Nutzern und fast 70 Prozent täglicher Nutzung wichtigster Zugangskanal, eine Sparkassen-Filiale erreiche jeder zweite Bürger hierzulande in unter 3 Minuten.

9. Juni 2021