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Schleweis-Gastbeitrag
Blick in die Medien 24. September
In einem Gastbeitrag für die „Börsen-Zeitung“ äußert sich DSGV-Präsident Helmut Schleweis zur wieder aufgeflammten Strukturdebatte im Bankensektor.

Schleweis lädt ein zum Wettbewerb im Bankensektor

DSGV-Präsident Helmut Schleweis verweist in einem Gastbeitrag in der „Börsen-Zeitung“ nicht nur auf die stabilisierende Rolle der Sparkassen und Genossenschaftsbanken für die mittelständische Wirtschaft, sondern auch auf die Vorteile, die ein wettbewerbsintensiver Finanzmarkt für die Kunden bietet.

In diesem Zusammenhang betont er auch, dass eine Bankenunion für die Menschen und nicht für Großbanken vorteilhaft sein müsse; daher werde man diese nicht mit den eigenen Sicherungsmitteln absichern. Eine europäische Einlagensicherung werde nicht die Zustimmung der Sparkassen finden.

Weiter wirbt der DSGV-Präsident dafür, den Wettbewerb nicht über die Politik, sondern über die Kunden auszutragen; wie er schreibt, laden die Sparkassen „deshalb zu einem Wettstreit ein, wer Kunden die besten Leistungen bietet, wer den größten Beitrag zum Gemeinwohl erbringt und wer dabei das höchste Vertrauen von Kundinnen und Kunden erreicht“.

EU-Komissarin wirbt für Edis

Laut „FAZ“-Bericht hat hat EU-Kommissarin McGuinness bei einer Konferenz zur Bankenunion für Edis geworben. McGuinness sagte demnach, zwar seien die Banken gut durch die Pandemie gekommen, aber man solle eine gute Krise nicht verschwenden, die einem die Chance biete, grundlegende Änderungen anzugehen.

Die Fortsetzung der Diskussion um Edis sei entscheidend, um noch vor Ende des Jahres zu einer Einigung zu kommen. Die EU-Kommission hatte zu Jahresbeginn eine Überprüfung des EU-Rechtsrahmens für das Krisenmanagement und die Einlagensicherung der Banken begonnen. Ende des Jahres soll ein Legislativvorschlag veröffentlicht werden, der auch eine europäische Einlagensicherung enthalten soll.

Verdi düpiert Tarifpartner VÖB

Der „Platow Brief“ schreibt, nun scheine die Gewerkschaft Verdi auch bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Sektor die Zügel anziehen zu wollen. Die Gewerkschaft habe dem VÖB harte Einkommensschnitte von bis zu 900 Euro monatlich und ein doppeltes Spiel vorgeworfen. Dazu hat Verdi erste Warnstreiks angekündigt.

Der VÖB habe zwar bestätigt, dass der Altersaufstieg abgeschafft werden solle, doch um Lohnkürzungen solle es sich dabei nicht handeln. VÖB-Verhandlungsführer Feth versicherte, man werde trotz der Vorwürfe weiter mit Verdi sprechen. Auch Streiks würden dabei nicht stören.

Notenbanken tasten sich an die Wende heran

Das „Handelsblatt“ berichtet, Norwegen habe am Donnerstag den Leitzins auf 0,25 Prozent erhöht und weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt. Die Fed habe am Mittwoch eine Drosselung ihrer Anleihekäufe für 2022 sowie mögliche Zinserhöhungen angekündigt.

Wie das Blatt schreibt, bestätige sich damit der Trend einer allmählichen weltweiten Straffung der Geldpolitik. Bei der EZD werde das aber noch dauern. Zwar könnte auch bei der Zentralbank im Dezember der Ausstieg aus PEPP beschlossen werden. aber es werde erwartet, dass das normale Anleihekaufprogramm APP danach aufgestockt werde. Auch mit einer Zinserhöhung sei vorerst nicht zu rechnen.

Wuermeling: Banken auf tiefgreifenden Umbau nicht vorbereitet

Laut „Handelsblatt“-Bericht hat Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Frankfurt die Sorge geäußert, der deutsche Bankensektor könnte „im Grunde auf eine klassische Transformationsfinanzierung im großen Stil noch nicht richtig vorbereitet“ sein.

Zwar seien ausreichend Mittel für die Finanzierung eines Strukturwandels, der Digitalisierung sowie des Klimaschutzes vorhanden, es mangele aber an einem leistungsfähigen Finanzsystem, das die Gelder auch dahin transportieren könne, wo sie gebraucht werden.

24. September 2021