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Coronahilfen
Fixkostenzuschuss für Mittelständler
Zehntausende Hilfskredite haben den deutschen Mittelstand inzwischen erreicht – rund jeder zweite wurde durch eine Sparkasse ermöglicht. Doch Hilfe tut weiter not. Seit August gibt es für die Firmen nun auch Zuschüsse zu ihren Fixkosten.

Damit übernimmt Deutschland ein Angebot, dass in der Schweiz schon seit dem Frühjahr für dortige Firmen gilt. Für die drei Sommermonate Juni bis August können kleine und mittelständische Unternehmen wie beispielweise Händler Zuschüsse zu den Fixkosten bekommen, also

► Mieten,

► Zinszahlungen,

► Leasing-Raten,

► Strom oder

► Versicherungen.

Maximal 80 Prozent der Fixkosten sollen übernommen werden. Voraussetzung ist allerdings, dass Firmen einen deutlichen Umsatzrückgang wegen der Coronavirus-Krise nachweisen können. Die Hilfen von bis zu 150.000 Euro pro Unternehmen müssen dann nicht zurückgezahlt werden.

4500 Anträge über 109 Millionen Euro bewilligt

Mittelständler haben seit Anfang August über die Bundesländer erste Gelder aus dem 25 Milliarden Euro schweren Programm für Corona-Überbrückungshilfen ausgezahlt bekommen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, wurden bis zum 11. August rund 4500 Anträge im Volumen von 109 Millionen Euro bewilligt. Wie viel davon schon überwiesen wurde, blieb jedoch offen.

Insgesamt seien bislang 27.400 Anträge über ein Fördervolumen von 549 Millionen Euro gestellt worden, so das Ministerium. „Weitere rund 25.000 Anträge sind im Online-Portal bereits angelegt und werden aktuell finalisiert. Die Zahl der gestellten Anträge steigt täglich an.“

Anträge für die Überbrückungshilfen können bis Ende September gestellt werden, einen Monat länger als bislang geplant. (rtr)

13. August 2020