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Dekabank
Die richtigen Lösungen bieten
Der Trend zum Wertpapiersparen hat im Coronajahr deutlich zugelegt, doch viele Menschen sind noch immer nicht beteiligt. Das ist eine Aussage der Dekabank bei Vorlage der Geschäftszahlen für das Jahr 2020.

Der Absatz von Fonds und Zertifikaten der Deka-Gruppe sei im Pandemie-Jahr 2020 kräftig gestiegen, teilte der Asset-Manager in Frankfurt mit. Erstmals habe die Nettovertriebsleistung mit 32,1 Milliarden Euro deutlich über 30 Milliarden Euro gelegen und stieg damit um rund 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Privatanlegern waren mit 4,7 Milliarden Euro vor allem Aktienfonds gefragt, 2,5 Milliarden Euro legten sie zusätzlich in Immobilienfonds an.

Der Boom bei Wertpapiersparplänen hielt ebenfalls an. Mit netto 776.000 neu abgeschlossenen Verträgen verzeichnete die Deka ein deutliches Wachstum (Vorjahr: 620.000). Damit habe sich die Zahl der Sparpläne in den letzten fünf Jahren nahezu verdoppelt, hieß es weiter. Die Deka verwalte mittlerweile über 5,9 Millionen Sparverträge.

„Weite Teile der Bevölkerung partizipieren nicht“

„Sowohl Privat- als auch institutionelle Anleger haben uns in der Krise in hoher Zahl ihr Geld anvertraut, weil wir ihnen die richtigen Lösungen bereitstellen konnten", sagt Vorstandschef Georg Stocker. „Das Sparbuch der 2020er Jahre ist der Wertpapiersparplan. Die hohen Absatzzahlen dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch immer weite Teile der Bevölkerung an dieser Entwicklung nicht partizipieren.“

Deka-Vorstandschef Georg Stocker: „Unser Geschäftsmodell hat sich als stabil und krisenfest erwiesen."

Trotz des schwierigen Umfelds stiegen die Total Assets im Vergleich zum Vorjahr um 26 Milliarden Euro auf 339 Milliarden Euro. Die Wertentwicklung war auf Jahressicht leicht positiv. Demgegenüber standen Ausschüttungen an die Fondsanleger von insgesamt 3,5 Milliarden Euro und Fälligkeiten bei den Zertifikaten in Höhe von 3,3 Milliarden Euro.

Das Wirtschaftliche Ergebnis der Deka-Gruppe liegt für 2020 bei 269 Millionen Euro (Vorjahr: 434 Mio. Euro). Der Grund für den Rückgang zum Vorjahr sei die Erhöhung der Risikovorsorge auf -178 Millionen Euro, um auf potenzielle Ausfälle infolge der Corona-Krise vorbereitet zu sein. Zudem hätten erneute zinsinduzierte Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen belastet, so der Wertpapierspezialist.

Kräftige Erhöhung der Risikovorsorge

„Mit unserem Konzernergebnis sind wir angesichts des historisch schwierigen Umfeldes zufrieden", so Stocker. „Unser Geschäftsmodell hat sich als stabil und krisenfest erwiesen. Wir liegen operativ über Vorjahr und mit der kräftigen Erhöhung der Risikovorsorge haben wir für potenzielle Ausfälle bei einer fortschreitenden Corona-Krise auskömmlich vorgesorgt.“

Die Erträge der Deka beliefen sich auf knapp 1,4 Milliarden Euro. Der Rückgang zum Vorjahr in Höhe von elf Prozent sei in erster Linie auf die höhere Risikovorsorge für die von der Coronakrise besonders betroffenen Transportmittel- und Immobilienfinanzierungen zurückzuführen. Ohne die Risikovorsorge lagen die Erträge nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Davon entfielen 94 Prozent auf das Provisionsergebnis in Höhe von 1.309 Millionen Euro (1.344 Mio. Euro). Das Zinsergebnis lag mit 165 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (203 Mio. Euro).

Der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr sei von den Unsicherheiten der fortdauernden Pandemie geprägt, erklärt die Dekabank. Aktuell werde erwartet, dass das Wirtschaftliche Ergebnis etwa das Niveau des Durchschnitts der vergangenen fünf Jahre (rund 400 Mio. Euro) erreichen werde. Die Nettovertriebsleistung werde 2021 auch aufgrund eines erwarteten Einmaleffekts voraussichtlich deutlich unterhalb des hohen Werts des Vorjahres liegen, heißt es weiter.

 

30. März 2021