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Geschäftsjahr 2020
Umsatz und Ertrag verbessert
Die Sparkasse Hannover schließt ein außergewöhnliches Jahr mit einem zufriedenstellenden Ergebnis ab.

Das Ergebnis vor Bewertungen und Steuern liegt mit 128,4 Millionen Euro über dem ohnehin guten Vorjahreswert von 125,2 Millionen, so eine Pressemitteilung der Sparkasse Hannover. Im Kundengeschäft hat hierzu trotz weiterhin vorsichtiger Risikopolitik die starke Entwicklung in der privaten und gewerblichen Immobilienfinanzierung beigetragen.

Bei den privaten Baufinanzierungen konnte der Bestand um 264 Millionen auf 5,3 Milliarden Euro ausgebaut werden. Der Bestand der gewerblichen Baufinanzierungen wuchs um 448 Millionen auf 3,4 Milliarden Euro. Das Provisionsgeschäft wuchs um vier auf 114 Millionen Euro.

Die Bilanzsumme stieg auf 18,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 16,5 Milliarden Euro), ein Wachstum, das rund zur Hälfte aus dem originären Kundengeschäft resultiert, zum anderen aus Refinanzierungsgeschäften mit der Bundesbank.

Bei geordneter Vermögenslage verfügt die Sparkasse Hannover aktuell über eine angemessene Kapitalausstattung. Ihre Eigenmittel belaufen sich auf 1,4 Milliarden Euro. Die Gesamtkapitalquote liegt bei 12,9 Prozent.

Wesentlicher Beitrag zur Wirtschaftskraft der Region

Die Sparkasse Hannover leistete auch 2020 wieder einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke ihres Geschäftsgebietes – nicht nur, indem sie dem Wirtschaftskreislauf aktiv finanzielle Mittel zuführte. Berechnet man den Personalaufwand, die gezahlten Steuern, den Jahresüberschuss und die erwirtschafteten Veränderungen der Vorsorgereserven beziehungsweise des Fonds für allgemeine Bankrisiken, belief sich diese Wertschöpfung 2020 insgesamt auf 178 Millionen Euro. Der Bilanzgewinn entsprach mit 20 Millionen Euro dem Vorjahr.

Der Zinsüberschuss ist nach wie vor die bedeutendste Ertragsquelle der Sparkasse Hannover. Er lag mit 217 Millionen Euro trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase nur leicht unter dem Vorjahresniveau von 219 Millionen. Der Provisionsüberschuss steigt kontinuierlich seit 2016 und liegt mit 114 Millionen Euro deutlich über Plan und über dem Wert des Vorjahres (109,8 Millionen).

Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich erneut und liegt mit erfreulichen 63,6 Prozent weiterhin merklich unter der strategischen Mindestgröße von 70 Prozent (Vorjahr: 64,4 Prozent). Hier wirken sich sowohl Steigerungen im Ertrag aus dem Kundengeschäft als auch ein striktes Kostenmanagement aus.

Der Bestand an Kundeneinlagen erhöhte sich erheblich um 970 Millionen auf 13,9 Milliarden Euro.

Langfristige Sicherung der Liquidität

Insgesamt stieg der Bestand im Kundenkreditgeschäft um 7,5 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro. Besonders stark steigerte sich das Kreditgeschäft mit den öffentlichen Haushalten sowie mit Unternehmen und Selbstständigen. „Wir sind Starkmacher der Region und damit auch der regionalen Wirtschaft“, sagt Marina Barth, stellvertretende Vorstandsvorsitzende und zuständig für das Mittelstandsgeschäft und Treasury.

Sparkassen spielen auch in der Corona-Pandemie eine zentrale Rolle bei der kreditwirtschaftlichen Versorgung des gewerblichen Mittelstandes. „Wir sorgen für die Liquidität, die unsere Firmenkunden benötigen und ermöglichen unseren langjährigen Kunden Investitionen in die Zukunft“, sagt Barth.

Vorstandschef Volker Alt (Mitte) und die Vorstände Marina Barth (links) und Kerstin Berghoff-Ising konnten gute Zahlen präsentieren.

Bereits vor dem gesetzlichen Moratorium hat die Sparkasse Hannover unter anderem in den besonders betroffenen Branchen Gastronomie und Einzelhandel entsprechende Maßnahmen umgesetzt und auch im Rahmen eines privaten Moratoriums ihre Kreditnehmer unterstützt. In Gastronomie und Einzelhandel hat die Sparkasse mit mehreren hundert Kreditnehmern Tilgungs- beziehungsweise Ratenaussetzungen vereinbart. Darüber hinaus sind an Kreditnehmer in den genannten Branchen Hilfskredite in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages ausgezahlt worden.

Das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung hat jetzt bundesweit die Kommunikation von Kreditinstituten im Internet in der Zeit des ersten Lockdowns Frühjahr 2020 untersucht (wir berichteten). Dort landet die Sparkasse Hannover unter den Top 10 mit der besten Reputation.

Vorsorge für künftige Risiken deutlich erhöht

Gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht ist das Bewertungsergebnis. Der Bewertungsbedarf für einzelne Kreditengagements bleibt ungefähr auf Höhe des Vorjahreswertes stabil. Dagegen wurde vor dem Hintergrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie die pauschale Wertberichtigung für künftige Risiken signifikant erhöht. Ferner erfolgten erneut Abschreibungen auf einzelne Beteiligungen. Die Zahlen im Überblick sehen Sie unten angehängt as PDF.

29. März 2021
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