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Nachhaltigkeit / Sparkasse Bottrop
„Schon seit Jahren ein besonderer Schwerpunkt“
Thomas Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bottrop, erläutert das Nachhaltigkeitsverständnis seines Hauses.

DSZ: Herr Schmidt, die Sparkasse Bottrop unterstützt mit dem Neubaugebiet Schultenkamp bereits seit 2006 die Entwicklung eines besonders nachhaltigen Wohngebiets. Wie wichtig ist Ihrer Sparkasse die Mitwirkung an solchen Projekten?

Thomas Schmidt: Das Thema Nachhaltigkeit ist schon seit Jahren ein besonderer Schwerpunkt im Rahmen des Strukturwandels in unserer Stadt. Mit einer Maßnahme wie dem Baugebiet Schultenkamp wird nicht nur dem demografischen Wandel in der Region entgegengewirkt. Hier wird für alle Generationen ein qualitativ hochwertiges und umweltgerechtes Wohnen sichergestellt, womit wir zu einem deutlichen Attraktivitätsgewinn der Stadt Bottrop beitragen. Die bereits zu Beginn der Maßnahme angebotene innovative Energieversorgung durch Luftwärme bestärkte unseren Nachhaltigkeitsgedanken.

 

Thomas Schmidt, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Bottrop: „Die wichtigste Ressource unserer Sparkasse sind unsere Mitarbeiter. Daher legen wir großen Wert auf Mitarbeiterzufriedenheit, berufliche Perspektiven sowie langfristige Mitarbeiterbindung.“

 

Unsere Sparkasse flankiert mit der Maßnahme die Innovation City, ein weiteres Projekt der Stadt Bottrop, mit dem diese sich erfolgreich dem in unserer Region notwendigen Strukturwandel gestellt hat. Dieses vom Initiativkreis Ruhr initiierte Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, mit einem klimagerechten Stadtumbau bei gleichzeitiger Sicherung des Industriestandorts die CO2-Emissionen um 50 Prozent zu verringern und damit die Luft- und Lebensqualität in der Region zu steigern.

Damit werden die Impulse als Energiewende von unten auf der Ebene der Stadtquartiere gesetzt, wobei auch hier der Einsatz innovativer Technologien und erneuerbarer Energien gefördert wird. Die Sparkasse Bottrop stellt nicht nur finanzielle Mittel für das Projektmanagement zur Verfügung, sondern unterstützt die Modernisierer bei der Beantragung entsprechender Förderdarlehen der KfW oder der NRW-Bank und stellt zudem eigene Modernisierungsdarlehen zur Verfügung.

Für die Vermarktung des Quartiers haben Sie eine eigene Strategie entwickelt. Wie sieht diese aus und wie hat sie sich bewährt?

Schmidt: Wir haben kontinuierlich die Vorzüge des Wohnens in einem ländlich geprägten Ortsteil einer Ruhrgebietsstadt mit parkähnlichen Grünanlagen entlang eines renaturierten Bachs sowie die harmonische Eingliederung des neuen Baugebiets in die dörfliche Struktur herausgestellt.

Die Vermarktung mit der verkehrsgünstigen Lage am Rande des Ruhrgebiets mit guter Erreichbarkeit der Städte sowie des angrenzenden Münsterlands hat sich bewährt. Das Angebot von Einfamilienhäusern für Familien mit Kindern und barrierefreien Stadtvillen mit Eigentumswohnungen für ältere Kunden rundet die Verkaufsstrategie ab.

Die Unterstützung solcher Bauprojekte ist ein wichtiger Punkt im Nachhaltigkeitskontext. Welche weiteren nachhaltigen Produkte, Services oder in Zeiten von Corona auch konkreten Hilfestellungen können Sie Ihren Kunden anbieten?

Schmidt: In der Vermögensanlage bieten wir unseren Kunden in Kooperation mit der Dekabank nachhaltige Fonds aktiv an. Darüber hinaus tragen wir – wie bereits erwähnt – über die Vergabe von Krediten zur nachhaltigen Steigerung der Energie-, Umwelt- und Ressourceneffizienz bei. Unser digitales Produktangebot verbessern wir stetig. Durch unsere Internet-Filiale und die Sparkassen-App bieten wir unseren Kunden eine bequeme und schnelle Möglichkeit, ihre Anliegen zu erledigen.

 

„Als aktuell überschaubare Maßnahme möchte ich gerne den Fuhrpark unserer Sparkasse auf E-Mobilität umstellen, bei gleichzeitiger Ausstattung unserer Beratungscenter mit Ladestationen für die Elektroautos unserer Kunden“, sagt Sparkassenchef Thomas Schmidt.

 

Im Elektronischen Postfach können außerdem Informationen eingesehen, gespeichert und bei Bedarf jederzeit papierlos abgerufen werden. In Zeiten von Corona hilft uns natürlich gerade die Möglichkeit, über digitale Kanäle für unsere Kunden da zu sein. Wir haben die personellen Kapazitäten in unserem Kundenservice-Center, also der Telefon-Geschäftsstelle, sehr schnell ausgeweitet, um dem steigenden Anrufaufkommen unserer Kunden gerecht zu werden.

Damit bieten wir gerade den Kunden aus der Risikogruppe eine Alternative zum Besuch der Geschäftsstelle. Anfragen nach Tilgungsaussetzungen, Überbrückungskrediten oder auch der Vorfinanzierung von Geldern haben wir schnell und unbürokratisch überwiegend digital abgewickelt. Die Plattform #gemeinsamdadurch für unsere Firmenkunden haben wir selbstverständlich online gestellt ebenso wie die Plattform Wir Wunder. Mithilfe dieser Plattform, aber auch eigener Spenden, unterstützen wir die Vereine, um diesen durch die schwierige Coronazeit zu helfen.

Wie sieht es mit dem eigenen Nachhaltigkeitsprofil Ihres Hauses aus?

Schmidt: Die wichtigste Ressource unserer Sparkasse sind unsere Mitarbeiter. Daher legen wir großen Wert auf Mitarbeiterzufriedenheit, berufliche Perspektiven sowie langfristige Mitarbeiterbindung. Die Ausstattung unserer Arbeitsplätze mit Druckern haben wir deutlich reduziert und die Möglichkeiten für Homeoffice weiter ausgebaut. Gerade in der aktuellen Coronakrise profitieren wir von den in den vergangenen Jahren getroffenen Vorbereitungen auf mobiles Arbeiten, das wir so extrem kurzfristig umsetzen konnten.

Die Sparkasse Bottrop hat darüber hinaus zwei eigene Stiftungen: die Kulturstiftung, die kulturelle Zwecke im Stadtgebiet fördert, und die Gemeinschaftsstiftung Zukunft für Bottrop. Mit dieser Stiftergemeinschaft bieten wir allen Bottropern die Möglichkeit, sich für gemeinnützige Zwecke in unserer Stadt zu engagieren.

Was ist das nächste große Nachhaltigkeitsprojekt?

Schmidt: Als aktuell überschaubare Maßnahme möchte ich gerne den Fuhrpark unserer Sparkasse auf E-Mobilität umstellen bei gleichzeitiger Ausstattung unserer Beratungscenter mit Ladestationen für die Elektroautos unserer Kunden.

Lesen Sie den ersten Teil der Immobilienaktion der Sparkasse Bottrop hier.

Dieser Artikel ist dem aktuellen Finanzbericht der Sparkassen-Finanzgruppe entnommen, der Nachhaltigkeit als Schwerpunktthema setzt.

4. September 2020