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Vergleichsportal
Bafin verbietet Kredit-Airbag
Die Aktion „Kredit-Airbag“ des Vergleichsportals Check24, die bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit bis zu sechs Monate die Zahlungen von Ratenkrediten übernehmen sollte, wurde von der Finanzaufsicht Bafin gestoppt.

Der „Kredit-Airbag“, den Check24 Kreditkunden verschiedener Banken für ihre vermittelten Darlehen im Juni für zwei Wochen angeboten hatte, sei als eine Art Restschuldversicherung zu werten, erklärte die Aufsichtsbehörde am Montag in Bonn. Doch dafür fehlt dem Unternehmen als reinem Vermittler die Lizenz. Die Bafin habe deshalb die Einstellung des Versicherungsgeschäfts angeordnet, Check24 erhob dagegen keinen Einspruch. Das Unternehmen hatte den Kunden versprochen, bis zu sechs monatliche Kreditraten zu übernehmen, wenn die Kreditnehmer arbeitslos würden.

Ein Check24-Sprecher sagte, die Kunden bekämen trotz des Verbots ihr Geld. Wie viele Kunden den „Kredit-Airbag“ genutzt haben, sagte er nicht. Die Vermittlung von Versicherungen, wie sie Check24 in seinem Kerngeschäft betreibt, ist von der Bafin-Verfügung unberührt. Der Vermittler hat mit seinen Aktionen schon mehrfach den Unmut von Versicherungsvertretern und Versicherern auf sich gezogen. (rtr)

15. September 2020